Mordprozess in Berlin„Es muss etwas gegeben haben, was unter der Decke brodelte“

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Auf dem Trimaran  Jolly Rose  kam es zum Streit zwischen den Freunden. Dann ging einer über Bord.
Auf dem Trimaran Jolly Rose kam es zum Streit zwischen den Freunden. Dann ging einer über Bord. (Foto: Collage: Felix Hunger; Björn Larsson Rosvall / TT)

Zwei langjährige Freunde machen einen Segeltörn, geraten in Streit, am Ende kehrt nur einer lebend zurück. Nun wurde Andreas F., 66, wegen Mordes verurteilt. Sein Motiv aber bleibt unklar.

Von Uta Eisenhardt

Dramatischer hätte ein Segeltörn zweier langjähriger Freunde nicht enden können. Der eine starb am 1. August 2024, der andere wurde festgenommen. Letzterer, Andreas F., schilderte vor Gericht einen gescheiterten Rettungsversuch: Im schwedischen Kattegat sei es auf dem Trimaran Jolly Rose zu einem Streit zwischen ihm und seinem Freund, dem Rechtsanwalt Thomas B., 71, gekommen. Man habe miteinander gekämpft, bis der Skipper B. über Bord ging. Nachdem es F. einmal geglückt war, ihn aus dem Wasser zu holen, sei B. wieder über Bord gegangen. F. sprang hinterher und habe versucht, B. zu greifen und zu einem Rettungsring zu ziehen. Der unterkühlte B. ertrank.

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