Schwerin (dpa/mv) - Jobs im Justizvollzug sind in Mecklenburg-Vorpommern begehrt. Das Land hat seine Ausbildungskapazitäten hochgefahren und die Zahl der Plätze in diesem Jahr verdoppelt, wie das Justizministerium beim Start des dritten Ausbildungsdurchganges des Jahres 2020 mit 19 Anwärtern am Donnerstag mitteilte. Insgesamt 90 Anwärter befinden sich damit aktuell in der zweijährigen Ausbildung. Im vergangenen Jahr waren 31 gestartet, in diesem Jahr 59. Zuletzt habe es 170 Bewerber gegeben.
„Wir merken, dass viele den Wunsch nach einem Wechsel in den Vollzug und damit zu einem attraktiven Arbeitsplatz haben“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Das Durchschnittsalter im Ausbildungslehrgang, der am Donnerstag in Güstrow startete, liege bei knapp 29 Jahren. „In ihren früheren Berufen waren die Anwärter Kauffrau, Mechatroniker, Altenpflegerin, Hotelfachmann, Dachdecker, Kaufmann, Fachlagerist, Friseurin, Fachkraft für Abwassertechnik oder auch Gesundheits- und Krankenpfleger.“ Aber auch ein Bachelor of Arts und Abiturienten gehörten dazu.