SamenspendeEr suchte seinen biologischen Vater – und fand 22 Halbgeschwister

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Eine Obergrenze für Samenspenden gibt es in der Schweiz seit 2001. Davor konnte es passieren, dass ein Mann mehrere Dutzend Nachkommen zeugt.
Eine Obergrenze für Samenspenden gibt es in der Schweiz seit 2001. Davor konnte es passieren, dass ein Mann mehrere Dutzend Nachkommen zeugt. Master/Getty Images

Mit 36 Jahren erfährt der Schweizer Michael Lüthi dank eines Gentests, dass er und Dutzende andere Kinder vom selben Samenspender stammen. Er empfindet das als Bereicherung – und als Gefahr.

Von Anna Luna Frauchiger, Zürich

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Er erinnere sich genau an den Freitagabend, an dem er die Resultate des DNA-Tests erhalten habe, sagt Michael Lüthi. Als er sich online bei „My Heritage“ einloggte, erschienen zwölf Nutzerinnen und Nutzer, die genetisch mit ihm verwandt waren: Er hatte offenbar ein Dutzend Halbgeschwister. „Es fühlte sich an, als wäre ich ins Meer gewatet und von einer Welle gegen einen Felsen zurückgeschleudert worden“, sagt Lüthi. Zwei Jahre ist das her, doch seine Stimme bricht heute noch.

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