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Schweiz:Kettensägen-Attacke in Schaffhausen: Täter weiter auf der Flucht

  • Ein 50-Jähriger hat am Montag zwei Menschen in einem Bürogebäude in der Innenstadt von Schaffhausen in der Nordschweiz mit einer Kettensäge angegriffen.
  • Die beiden Opfer, darunter ein Schwerverletzter, sind außer Lebensgefahr.
  • Der Täter ist weiterhin auf der Flucht, nach ihm wird international gefahndet.

Noch immer ist der Mann, der am Montag im schweizerischen Schaffhausen zwei Menschen mit einer Kettensäge angegriffen hat, auf der Flucht. Er sei international zur Fahndung ausgeschrieben worden, teilte die Polizeis mit. Die Polizisten suchen mit Spürhunden nach dem 50-Jährigen überwiegend im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet.

Der Mann hatte am Montagvormittag das Büro einer Krankenkasse gestürmt und dort zwei Menschen mit einer Kettensäge angegriffen und verletzt, einen davon schwer. Drei weitere Menschen wurden anderweitig leicht verletzt. Alle seien inzwischen außer Lebensgefahr, sagte die Polizei. Nach Angaben der Ermittler habe es sich bei der Tat nicht um einen Terroranschlag gehandelt: Vielmehr habe der Täter gezielt die Krankenkasse treffen wollen. "Die Tat hat sich klar gegen Mitarbeitende dieser Versicherung gerichtet", sagte Staatsanwalt Peter Sticher. Zum Motiv äußerte sie sich nicht näher.

Die Polizei sucht mit diesem Fahndungsfoto nach dem Mann - inzwischen trage er eine Glatze.

(Foto: AP)

Die Polizei konnte den Angreifer schnell identifizieren. Demnach handele es sich um den 50-jährigen Franz W., 1,90 Meter groß, glatzköpfig, ungepflegt - und gefährlich. Er sei wegen Verstoßes gegen die Waffengesetze vorbestraft. Der Schweizer stamme aus Graubünden, habe aber schon länger keinen Wohnsitz und sich überwiegend in Wäldern aufgehalten.

Aus dem Wald stammen auch die Fahndungsfotos, auf denen ein sichtlich verstörter Mann zu sehen ist. Es sei äußerste Vorsicht geboten, hieß es seitens der Behörden. Er könne bewaffnet sein. Womöglich sei der Mann immer noch mit der Kettensäge unterwegs. Er reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle. Zwischenzeitlich sei er mit einem weißen VW Caddy mit Schweizer Kennzeichen aus Graubünden (GR) unterwegs gewesen.

Die Altstadt von Schaffhausen im Grenzgebiet zu Deutschland war am Montag stundenlang abgeriegelt. Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte mussten teils hinter verschlossenen Türen ausharren. Andere, die gerade nicht im Laden waren, mussten vor der Absperrung warten. Dutzende Polizei- und Rettungswagen sowie Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

© SZ.de/dpa/eca/lot

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