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Schweden:Heckenschütze soll noch mehr Morde begangen haben

Er schoss aus dem Hinterhalt auf Migranten: Im November nahm die schwedische Polizei einen Mann fest, der als Heckenschütze das Land in Atem hielt. Jetzt meldet die Polizei: Weitere Morde könnten auf sein Konto gehen.

Der mutmaßliche Heckenschütze von Malmö hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft möglicherweise noch mehr Einwanderer ermordet als bislang angenommen. Es werde geprüft, ob der Verdächtige auch für zwei Morde im Jahr 2003 verantwortlich sei, sagte die Malmöer Staatsanwältin Solveig Wollstad am Montag der schwedischen Nachrichtenagentur TT.

Peter Mangs, 38, der mutmaßliche Heckenschütze von Malmö, könnte womöglich noch mehr Anschläge auf Migranten verübt haben.

(Foto: AP)

Bei den Opfern handelte es sich demnach um einen 23-jährigen Zuwanderer, der auf dem Weg zur Arbeit erschossen wurde, und um einen 66-jährigen Zuwanderer, der tot Zuhause gefunden wurde. Außerdem werde der mutmaßliche Heckenschütze verdächtigt, zwischen 2003 und 2006 fünf weitere Mordversuche unternommen zu haben, womit es zwölf Mordversuche insgesamt wären.

Die Verdachtsmomente reichten aus, um den mutmaßlichen Heckenschützen in Haft zu behalten, sagte Wollstad. Der 38-jährige Schwede war Anfang November festgenommen worden. Zunächst waren ihm ein Mord und sieben Mordversuche zur Last gelegt worden. Er wies die Vorwürfe zurück. Eine vorläufige psychiatrische Untersuchung deutete darauf hin, dass der Verdächtige psychisch krank ist. Die Anschlagsserie gegen Einwanderer im südschwedischen Stadt Malmö hatte die Öffentlichkeit wochenlang in Atem gehalten.