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Schweden:Granate in Göteborg

Ein Achtjähriger ist bei der Explosion einer Handgranate gestorben, die in sein Zimmer geworfen wurde.

In Göteborg ist ein achtjähriger Junge bei einem Granatenangriff auf eine Wohnung getötet worden. Das Kind schlief nach Polizeiangaben im Wohnzimmer einer Wohnung im Stadtteil Biskopsgarden, als ein Unbekannter in der Nacht zum Montag eine Handgranate durchs Fenster warf. Als Motiv vermutete die Polizei einen Racheakt im kriminellen Milieu. Die Polizei erklärte, die Zahl der Opfer hätte weitaus höher sein können, weil sehr viele Menschen in der Wohnung lebten. Unter den dort gemeldeten Bewohnern sei auch ein Mann, der wegen eines Racheaktes unter Somaliern verurteilt wurde. Dabei ging es um einen Mord in einer Kneipe im März 2015, bei dem ein polizeibekannter Mann und ein Unbeteiligter getötet wurden. In dem Fall wurden Anfang August acht Menschen zu Haftstrafen zwischen sieben Jahren und lebenslänglich verurteilt. Schweden hat zwar eine niedrige Kriminalitätsrate, aber in einigen Vierteln in Stockholm, Göteborg und Malmö ist die Polizei mit zunehmender Waffengewalt konfrontiert. Dabei werden neben Schusswaffen immer wieder Granaten eingesetzt.

© SZ vom 23.08.2016 / AFP

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