Schüsse in Las Vegas "Gott schütze euch!"

Ein Paar Westernstiefel auf dem Gelände des Country-Festivals nach der Tat.

(Foto: REUTERS)

Die Bluttat von Las Vegas erschüttert die USA. Präsident Donald Trump sendet via Twitter eine Botschaft an die Opfer. Und auch andere Politiker und Promis melden sich zu Wort.

Mehrere Stunden nach dem Angriff auf ein Country-Festival in Las Vegas hat US-Präsident Donald Trump auf Twitter den Opfern und deren Familien sein Beileid und Mitgefühl ausgesprochen. "Mein tiefstes Beileid und Mitgefühl für die Opfer des Las Vegas Shootings und für deren Familien. Gott schütze euch!", heißt es dort.

Auf die Debatte um die laxe US-Waffenpolitik, die schon kurz nach den Schüssen wieder hitzig geführt wird, reagiert Trump nicht. Sein Vorgänger Barack Obama spricht in seinem Tweet hingegen von "einer weiteren sinnlosen Tragödie". Er hatte sich während seiner Amtszeit vergeblich um eine Verschärfung der Waffengesetze bemüht.

Zuvor hatte bereits das Mandala Bay Resort, also jenes Hotel, vor dem das Festival stattfand und aus dem heraus der Schütze in die Menge feuerte, den Ersthelfern via Twitter gedankt, die den Opfern zu Hilfe geeilt waren: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern der tragischen Ereignisse der vergangenen Nacht. Wir sind dankbar für den schnellen Einsatz unserer Ersthelfer."

Der Musiker Jason Aldean stand auf der Bühne als die ersten Schüsse fielen. Er schrieb auf Instagram: "Diese Nacht ist mehr als grauenhaft." Er und seine Crew seien in Sicherheit. Dies sei Menschen zugestoßen, "die gekommen sind, um Freude zu haben". Es hätte, so Aldean, "eine spaßige Nacht werden sollen".

Brian Sandoval, Gouverneur des Bundesstaats Nevada, nannte die Tat "tragisch und abscheulich". Er bete für die Opfer dieser "feigen Tat". Kanadas Premierminister Justin Trudeau kondolierte ebenfalls via Twitter. "An diesem Morgen versagen die Worte. Die Freundschaft und die Unterstützung der Kanadier ist den Opfern von Las Vegas und den Bürgern der USA sicher."

Auch die Polizei von Las Vegas sagte via Twitter, ihr Mitgefühl liege bei den Familien, die in dieser Nacht einen geliebten Menschen verloren haben.

US-Vizepräsident Mike Pence lobte die Arbeit der Einsatzkräfte und "ihren Mut".

Auch aus Deutschland gab es am Nachmittag erste Reaktionen: Fassungslos und tief erschüttert sei man über die Morde, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter mit: "So viele zerstörte Leben. Unser Mitgefühl + viel Kraft den Überlebenden."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veröffentlichte ein Kondolenzschreiben: "Mit Entsetzen verfolge ich die Nachrichten über den Anschlag auf ein Musikkonzert in Las Vegas. Fröhlich feiernde Menschen sind offenbar Opfer eines einzelnen Attentäters geworden, dessen Motive noch völlig unklar sind."Seine Gedanken seien bei den Getöteten und deren Angehörigen. "Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl", schrieb Steinmeier weiter.

Mit Erschütterung habe sie die Nachrichten aus Las Vegas vernommen, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Schreiben an US-Präsident Donald Trump mit. "Unser Mitgefühl und die Anteilnahme der gesamten Bundesregierung gelten den Angehörigen und den Familien der Opfer", heißt es dort weiter. Sie wünsche den Verwundeten eine "rasche Genesung".

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Damit widersprechen die Ermittler dem IS, der die Bluttat für sich reklamiert hat. Ein 64-jähriger Amerikaner schoss aus einem Hotelzimmer in die Menschenmenge eines Country-Festivals und tötete mindestens 58 Menschen.

Auch Außenminister Sigmar Gabriel meldete sich zu Wort: "Ich bin schockiert über das Massaker, das sich heute Nacht in Las Vegas ereignet hat", heißt es in seiner Erklärung. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Toten und Verletzen und allen, die sich um einen geliebten Menschen sorgen."