Schmuggel in Peru Truthähne als Drogenkuriere

Razzien in Überlandbussen sind in Peru keine Seltenheit. Die Fahnder suchen nach Alkohol und Drogen. Jetzt haben sie zwei Truthähne, die als Drogenkuriere unterwegs waren, aus dem Verkehr gezogen.

Der Bus holpert durch Vororte und über unbefestigte, schmale Straßen. Stundenlang. Diese Ritte durch den Andenstaat Peru kosten Kräfte und Nerven. Und das Ziel der Reise rückt dann in ungeahnte Ferne, wenn der Bus auf seiner Odyssee ganz plötzlich von Polizisten gestoppt wird, die das gesamte Gepäck der Reisenden nach Drogen, Alkohol und Zigaretten durchsuchen.

Die Brust eines gut genährten Truthahns ist groß und dick. Die peruanischen Truthähne, in deren Brust Kokainkapseln eingenäht waren, fielen den Drogenfahndern durch besonders dicke Brüste und wegen einer Naht auf der Brust auf.

(Foto: Foto: dpa)

Jetzt haben sich Drogenschmuggler ein besonders ungewöhnliches Versteck für ihr Kokain einfallen lassen: Sie haben zwei Truthähne als Drogenkuriere missbraucht. Polizisten stoppten einen Überlandbus in der Nähe der Stadt Tarapoto, im Tal zwischen Anden und Amazonas, nachdem sie einen entsprechenden Hinweis erhalten hatten.

Eigentlich rechneten sie damit, das Rauschgift im Käfig der Tiere zu finden. Doch dann fiel ihnen auf, dass die beiden Truthähne sichtbar aufgebläht wirkten. Bei näherem Hinsehen entdeckten sie eine Naht im Brustbereich der Vögel, wie der Chef der Drogenfahndung, Otero Gonzalez sagte. Eine Operation brachte schließlich elf beziehungsweise 17 Plastikkapseln mit insgesamt 4,8 Kilogramm Kokain zum Vorschein. Die beiden Tiere überlebten den Eingriff.