bedeckt München 19°

Schlagersänger Ikke Hüftgold:Der Baller-Mann

In seiner Welt ist ein Stinkefinger einfach ein Gruß: Ikke Hüftgold am Pool des "Partystadls" in Bulgarien.

(Foto: Nikita Teryoshin)

Weil die Regierung von Mallorca den Partytourismus eindämmt, sucht die wichtigste Figur der Schlagerszene am Ballermann das Weite: Der Sänger Ikke Hüftgold zieht an den Goldstrand von Bulgarien. Aber zieht das Publikum mit?

Von Susanne Schneider, SZ-Magazin

Manche fallen auf die Knie, wenn sie ihn sehen, und rufen: "Unser Gott!" Meistens sehr junge Männer. Ikke Hüftgold sagt dann schnell: "Jetzt hört aber auf!" Er ist gern Kultfigur, gern Party-Gott, aber nur Gott, das geht ihm doch zu weit. Seine Fans können ihn auch "Arschloch" nennen, als Ikke "Arschloch" Hüftgold lässt er sich ja selbst vor seinen Auftritten ankündigen, "Sexsymbol" findet er in Ordnung, ebenso den Schlachtgesang: "Ikke Hüftgold ist ein Hurensohn!" Er sieht sich als Satiriker, kaum dass er sich diese unsägliche schwarze Zottelperücke überzieht, mit der er sich von Matthias Distel in Ikke Hüftgold verwandelt. "Könnte ich mich von außen betrachten, würde ich mir eine in die Fresse schlagen." Aber er meint, dass die Fans seiner Ironie folgen können. Auf jeden Fall sollen sie ihm folgen. Denn seit diesem Sommer singt er nicht mehr im "Bierkönig" auf Mallorca, er hat hingeschmissen. Seit Ende Mai tritt er alle zwei Wochen im "Partystadl" am Goldstrand von Bulgarien auf - überzeugt davon, dass der Goldstrand der neue Ballermann wird. Die Stimmung dort sei "mega", sagt Ikke Hüftgold.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Fleischkonsum
SZ-Magazin
So leicht lässt sich auf Fleisch verzichten
Gesundheit
Was beim Abnehmen wirklich hilft
Donald Trump in attendance for Donald Trump Town Hall on the NBC Today Show, Rockefeller Plaza, New York, NY April 21, 2
SZ-Magazin
Kaum zu glauben
Foto Manuel Geisser 15.10.2020 Zürich : Jugendliche mit Schutzmaske an der Bahnhofstrasse Zürich *** Photo Manuel Geisse
Schweiz
Der Preis der Entspannung
Coronatests
Schnell und genau gegen das Virus
Zur SZ-Startseite