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Leute des Tages:Mühe und Kühe

Sara Nuru
(Foto: Annette Riedl/dpa)

Wodurch sich Sara Nuru verändert hat, was der Papst von Impfgegnern hält und welches Quiz Indiens Premierminister plant.

Sara Nuru, 31, Gewinnerin der TV-Show "Germany's next Topmodel", hat dank einer Äthiopien-Reise ihr Leben verändert. "Es war kurz nachdem ich die Staffel gewann. Dann auf Menschen zu treffen, die nichts haben, die hungrig ins Bett gehen und kilometerweit laufen müssen, um Wasser zu holen - ich konnte nicht einfach so weitermachen", sagte Nuru dem Sender Hit Radio FFH. Mittlerweile setzt sie sich als Botschafterin für nachhaltige Entwicklung und für die Stiftung "Menschen für Menschen" ein. Kurz nach der Reise habe ihr jemand in einer New Yorker Modelagentur gesagt, sie sei zu dick, was sehr verstörend gewesen sei. "Hätte ich diese Reise nicht gemacht, hätte ich mich vielleicht diesem falschen Schönheitsideal unterworfen", meinte Nuru.

FILE PHOTO: Pope Francis joins inter-religious prayer service for peace in Rome church
(Foto: GUGLIELMO MANGIAPANE/REUTERS)

Franziskus, 84, Papst, möchte sich in den kommenden Tagen auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen. Das sagte er dem italienischen Sender Canale 5. Er sei der Meinung, dass jeder den Impfstoff nehmen sollte. Wer es nicht tue, setze nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer Menschen aufs Spiel. Franziskus kritisierte in diesem Zusammenhang eine "selbstzerstörerische Verweigerungshaltung", für die er kein Verständnis habe. Er könne sich nicht erklären, wieso manche eine Impfung für gefährlich hielten.

Kabarettist Ottfried Fischer
(Foto: Tobias Hase/dpa)

Ottfried Fischer, 67, Kabarettist, vermisst bei Ausflügen in Lockdown-Zeiten etwas ganz besonders: "Wenn wir mal wegfahren, was derzeit ganz selten vorkommt, findet man in ganz Bayern kein Klo", sagte Fischer der Rhein-Neckar-Zeitung. "Die denken vielleicht: Wenn sie die Wirtshäuser zusperren, gibt es nichts, was man entsorgen könnte oder müsste." Ansonsten sei die Corona-Pandemie nach Ansicht des Passauers eine Bewährungsprobe für Beziehungen. "Manche Leute sehen im Home-Office ihren Partner tagsüber zum ersten Mal überhaupt in ihrer Ehe", sagte er.

(Foto: -/AFP)

Narendra Modi, 70, indischer Premierminister, plant für Ende Februar eine Online-Prüfung über Kühe. An dem Quiz, bei dem es auch etwas zu gewinnen gebe, dürften auch Ausländer teilnehmen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Für Verwirrung sorgte allerdings das im Internet kurzzeitig veröffentlichte Vorbereitungsmaterial für die Prüfung. Dort sei zum Beispiel zu lesen gewesen, dass das Töten der Tiere Erdbeben verursache - und die Milch Spuren von Gold enthalte. Der hinduistischen Bevölkerungsmehrheit in Indien gelten Kühe als heilig, was sie allerdings auch zum Politikum macht.

© SZ
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