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US-Bundesstaat Kalifornien:Neun Tote nach Schüssen an Zugdepot

A view of the rail yard run by the Santa Clara Valley Transportation Authority in San Jose

Dieses Straßenbahndepot im kalifornischen San José wurde am Mittwoch zum Tatort.

(Foto: Peter da Silva/Reuters)

Über den Schützen, der sich nach der Tat selbst tötete, weiß man bisher nur, dass er ein Angestellter der Verkehrsgesellschaft war. US-Präsident Biden dringt auf eine Verschärfung der Waffengesetze.

Ein Schütze hat an einem Zugdepot in der kalifornischen Stadt San José das Feuer eröffnet und acht Menschen getötet. Auch der mutmaßliche Täter ist tot. Er habe ersten Ermittlungen zufolge Suizid begangen, teilte Polizeisprecher Russell Davis mit. Bei der Bluttat, die sich am frühen Mittwochmorgen US-amerikanischer Zeit ereignete, sei zudem eine Person verletzt und in "kritischem Zustand" in ein Krankenhaus gebracht worden.

Über das Motiv des Todesschützen konnten die Ermittler nichts sagen. Davis erklärte, dass der Tatverdächtige ein Mitarbeiter des Unternehmens war. Das Zugdepot für Stadtbahnen gehört dem örtlichen Verkehrsverbund VTA. Auch Stunden nach dem Vorfall dauerte die Spurensicherung am Tatort an. Spürhunde hätten Hinweise auf Sprengsätze gefunden, hieß es. Zudem soll es am frühen Morgen ein Feuer in dem Wohnhaus des Tatverdächtigen gegeben haben. Auch dort waren zahlreiche Ermittler im Einsatz.

"Es reicht", schreibt Joe Biden

"Dies passiert wieder und wieder", sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mit Blick auf die häufigen Fälle von Waffengewalt in den USA. Es müsse sich dringend etwas ändern.

US-Präsident Joe Biden sprach laut Mitteilung des Weißen Hauses von einer "schrecklichen Tragödie". Viele Angehörige seien betroffen und würden um die Opfer trauern. Er habe die "traurige Pflicht", einmal mehr die Anordnung zu geben, Flaggen auf halbmast zu setzen. Biden erinnerte an mehrere Schießereien in den vergangenen Wochen und Monaten in verschiedenen US-Bundesstaaten. "Es reicht", heißt es in der Mitteilung. Er werde abermals den Kongress zu sofortigen Maßnahmen drängen, um "die Epidemie von Waffengewalt" in den USA zu beenden.

In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet, die Regeln im Vergleich zu anderen Ländern sind vielerorts sehr lax. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete allein 2019 insgesamt 39 707 Schusswaffen-Tote - also fast 110 pro Tag. In etwa 60 Prozent der Fälle handelte es sich um Selbsttötungen.

© SZ/dpa/olkl/afis
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