Tötungsdelikt in Salzgitter:13-jähriger Verdächtiger in die Psychiatrie eingewiesen

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Tötungsdelikt in Salzgitter: Die Leiche der 15-Jährigen wurde am Dienstag vor einer Woche auf einer dicht bewachsenen Grünfläche in Salzgitter gefunden.

Die Leiche der 15-Jährigen wurde am Dienstag vor einer Woche auf einer dicht bewachsenen Grünfläche in Salzgitter gefunden.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Nach dem mutmaßlichen Mord an einer 15-Jährigen befindet sich der jüngere der beiden Tatverdächtigen, der noch nicht strafmündig ist, nun in einer Klinik.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin in Salzgitter ist der jüngere der beiden Verdächtigen von einem Psychiater begutachtet und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das teilte der Sprecher der niedersächsischen Stadt, Martin Neumann, mit. Der 13-Jährige sei mit Zustimmung der Eltern in die Klinik aufgenommen worden, in der er auch die nächsten Wochen bleiben soll. Das Jugendamt hatte nach Verwaltungsangaben am Mittwoch, dem Tag nach der Tat, beim Familiengericht Salzgitter einen Eilantrag auf freiheitsentziehende Unterbringung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gestellt. Die Entscheidung stand am Montagvormittag noch aus.

Die Leiche der 15-Jährigen war am Dienstag vergangener Woche auf einer mit Büschen und Bäumen bewachsenen Grünfläche entdeckt worden, die Obduktion ergab, dass das Mädchen erstickt ist. Angehörige hatten es zwei Tage zuvor bei der Polizei als vermisst gemeldet. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft dem 13-Jährigen und einem 14 Jahre alten Jungen heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen vor. Der ältere mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, der jüngere ist noch nicht strafmündig. Beide Jungen waren vor dem Gewaltverbrechen nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Die Polizei versucht nach Angaben eines Sprechers, Gerüchte zur Tat einzudämmen. So sei beispielsweise ein Foto in sozialen Medien kursiert, das einen völlig Unbeteiligten zeige. Ein Präventionsteam soll falsche Verdächtigungen eindämmen und möglicherweise Betroffene schützen. Die Ermittlungen zu der Tat werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zum genauen Tathergang halten sich die Ermittler weiterhin bedeckt.

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