SalzburgWolfgang Porsche geht, sein umstrittenes Tunnelprojekt bleibt

Lesezeit: 3 Min.

Rauscht davon: Wolfgang Porsche, hier im Porsche-Museum in Stuttgart in einem Roadster aus dem Jahr 1948, verkauft nach knapp sechs Jahren seine Salzburger Villa wieder.
Rauscht davon: Wolfgang Porsche, hier im Porsche-Museum in Stuttgart in einem Roadster aus dem Jahr 1948, verkauft nach knapp sechs Jahren seine Salzburger Villa wieder.
Marijan Murat/picture alliance/dpa

Nach Protesten gegen einen Privattunnel will Wolfgang Porsche die historische Stefan-Zweig-Villa in Salzburg überraschend verkaufen. Mitsamt den Zufahrtsplänen, die ihm so viel Ärger einbrachten. Eine Interessentin gibt es schon.

Von Joshua Beer

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Den Geschmack seiner Nachbarin hat Wolfgang Porsche nicht ganz getroffen. „Sehr glatt“ findet Doris Rüggeberg, was der Milliardär aus der historischen Villa neben ihrem Haus gemacht hat, oben auf dem Kapuzinerberg in Salzburg. Das Schlösschen, das sich einst verwunschen im Wald versteckte, die Fassade im zarten Gelb, sticht nun hervor. Ganz in Weiß. „Protzig“, sagt Rüggeberg am Telefon. „Es wirkt eher wie ein Hamburger Patrizierhaus, wenn man es positiv formuliert.“ Und negativ formuliert? „Wie so ein Sanatorium.“

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Salzburg
:Ein Tunnel, nur für Wolfgang Porsche

Um leichter zu seiner Villa in Salzburg zu kommen, will der Porsche-Aufsichtsratschef einen Privattunnel bohren. Durch städtischen Grund. Anwohner würden die Röhre gerne mitbenutzen, aber das ist in den Plänen nicht vorgesehen. Hat sich hier ein Wohlhabender Privilegien kaufen können?

SZ PlusVon Joshua Beer

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