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Saarland:Bundespolizisten fangen 23 Kaninchen

Vorfreude auf Ostern

Ein beliebtes Haustier der Deutschen: Ein Kaninchen sitzt auf einer Wiese in Sieversdorf in Brandenburg.

(Foto: dpa)

Eine Richterin schickt im Saarland einen Mann in Untersuchungshaft - jedoch nicht, ohne sich um seine Tiere zu kümmern.

Wer in den Urlaub fliegt oder für ein paar Tage die Oma besucht, der kann seinen Hamster oder Hund nicht unbedingt mitnehmen. Also bittet man Freunde oder Bekannte, ob sie das Tier beherbergen können. Früh genug angefragt, ist das meist kein Problem. Schwieriger ist es, wenn man selbst von der Polizei festgenommen wird, das ist nicht planbar. Als die Beamten der Bundespolizei im saarländischen Bexbach einen Mann kontrollierten, der wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung gesucht wurde, machte der sich vor allem um eines Gedanken: seine 33 Kaninchen.

Der 26-Jährige sagte der Haftrichterin, falls er inhaftiert werde, könne er die Kaninchen nicht mehr versorgen. Die tierliebe Richterin bat daraufhin die anwesenden Bundespolizisten, sich um die Tiere zu kümmern. Der Mann wurde unterdessen in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken gebracht.

23 der Kaninchen befanden sich in einem Stall zwischen Homburg und Zweibrücken, zehn weitere Tiere in der Wohnung des Mannes in Saarbrücken. Die Beamten machten sich auf den Weg zu dem Stall, um die 23 Kaninchen zu fangen. Der Einsatz sei zwar "schweißtreibend" gewesen, heißt es in dem Polizeibericht, letztendlich konnten aber alle 23 Tiere gefangen und in ein Tierheim gebracht werden. Eine zweite Kaninchen-Jagd blieb den Polizisten erspart: Um die zehn Exemplare in der Wohnung des Mannes kümmern sich die Mitarbeiter eines anderen Tierheims.

© SZ.de/dpa/vbol/ees
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