Royals in Kanada:Zum Niederknien

Nur noch 42 Prozent der Kanadier wollen die Monarchie. Wer könnte die Herzen zurückgewinnen? Prinz George. Premier Justin Trudeau begrüßt den Dreijährigen auf Augenhöhe.

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Duke and Duchess of Cambridge visit to Canada

Quelle: dpa

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Hallo, Kanada! An der Hand von Papa Prinz William wirft Prinz George nach dem zwölfstündigen Flug am Victoria Airport einen ersten Blick aufs Land. Allerdings so heißt es, habe er sich dabei mehr für Hubschrauber in der Luft als für das Geschehen am Boden interessiert.

Duke of Cambridge, Duchess of Cambridge, Prince George, Princess Charlotte

Quelle: AP

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Es ist das erste Mal, dass die junge Familie zu viert ins Ausland reist, als da wären (von links): Prinz William (Nummer zwei der britischen Thronfolge), Prinz George (Nummer drei der britischen Thronfolge), Herzogin Kate mit der einjährigen Charlotte auf dem Arm. Acht Tage werden die Royals durch den Westen Kanadas, das flächenmäßig größte Territorium der Commonwealth-Gemeinschaft, reisen und viele offizielle Termine absolvieren. Ihre Hauptaufgabe ist aber: Werbung für das britische Köngishaus zu machen und die Herzen ihres Commonwealth-Volkes zurückzugewinnen.

Britain's Royal family arrive at the Victoria International Airport for the start of their eight day royal tour to Canada

Quelle: REUTERS

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Der dreijährige George versteckt sich erst mal hinter seinen Eltern. Doch es hilft nichts, die Gastgeber müssen begrüßt werden.

Duke of Cambridge, Duchess of Cambridge, Prince George, Princess Charlotte, Justin Trudeau, David Johnston

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Und der Gastgeber begibt sich sogleich mit dem kleinen Prinzen auf Augenhöhe: Kanadas Premierminister Justin Trudeau geht vor George in die Knie. Es ist die zweite große Auslandsreise des Dreijährigen. 2014 begleitete er seine Eltern nach Neuseeland und Australien (Fotos hier). Wir erinnern uns: Der Besuch des britischen Exportschlagers Prinz George (mit seinen Eltern) war so erfolgreich, dass danach in Down Under kaum noch jemand die Monarchie abschaffen wollte. Nichts eignet sich besser zur Imagepflege der Monarchie als kleine, fotogene Königskinder. Das könnte auch einer der Hintergedanken der Queen sein, die mit ihren 90 Jahren nicht mehr derart lange und anstrengende Auslandsreisen absolvieren möchte und darum immer häufiger ihre Enkel und Urenkel in die Pflicht nimmt.

2016 Royal Tour To Canada Of The Duke And Duchess Of Cambridge

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Im Tross der jungen Familie reisen Dutzende Helfer, die dafür sorgen, dass die vier Royals stets perfekt aussehen. Herzogin Kate trägt bei der Ankunft ein blaues Kleid ihrer Lieblingsdesignerin Jenny Packham. Die diamantene Brosche ist eine Leihgabe der Queen und nicht zufällig gewählt: Das Ahornblatt ist das Wahrzeichen Kanadas und findet sich auch noch im Headpiece der Herzogin eingearbeitet. Die Queen selbst trug diese Brosche bereits 1951 bei ihrem ersten Kanada-Besuch und bekam sie von ihrer Mutter geschenkt. Prinzessin Charlotte wurde für den dritten offiziellen Auftritt ihres Lebens in ein blau-weißes Blümchen-Kleid gesteckt. Eine hellblaue Schleife im Babyhaar komplementiert den Look - der in Großbritannien sicher in Nullkommanix ausverkauft sein wird, wie alles was die Kinder von William und Kate bei offiziellen Anlässen bisher trugen.

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Smalltalk vor der Weltpresse: Reisten 2010 noch 18 Journalisten im Gefolge der Queen nach Kanada, werden die Royals aktuell von Hunderten Journalisten begleitet. Prinz William unterhält sich hier mit David Johnston, Generalgouverneur von Kanada, und dessen Frau Sharon. Im Hintergrund halten sich Premier Justin Trudeau (4. von links) und dessen Ehefrau Sophie Grégoire Trudeau (links daneben). Doch dann ist zumindest für den Nachwuchs das offizielle Programm für diesen Tag erst mal beendet.

2016 Royal Tour To Canada Of The Duke And Duchess Of Cambridge

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Was die Laune von Prinz George deutlich hebt.

Britain's Prince William speaks with a sailor while inspecting the honour guard during a welcome ceremony at the British Columbia Legislature in Victoria

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Nicht so für die Eltern: Für die geht es gleich weiter zum Parlament von British Columbia, wo sie mit militärischen Ehren empfangen werden.

Britain's Prince William greets people during a welcome ceremony at the British Columbia Legislature in Victoria

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Aber auch von einer großen Menge begeisterter Menschen. Doch nicht alle Kanadier mögen die Royals. Kanada ist eine Monarchie ohne eigenen Monarchen im Land. Offiziell ist das zweitgrößte Land der Erde seit mehr als 30 Jahren endgültig unabhängig. Doch die Queen ist heute noch Staatsoberhaupt und könnte mit einer Unterschrift das Bundesparlament in Ottawa auflösen. Seit Jahren wird über die Abschaffung der Monarchie gestritten. Aktuell wollen nur noch 42 Prozent der Kanadier, dass ihr Land auch für die nächsten Generationen eine konstitutionelle Monarchie bleibt, mit einem Staatsoberhaupt im fernen London. Erst recht nicht, so heißt es in kanadischen Medien, wenn dieses in naher Zukunft womöglich König Charles III. heißt.

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Wer die Royals auch noch begrüßte: Traditionelle Tänzer der sogenannten First Nations, der indianischen Ureinwohner Kanadas.

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Hier nicht tanzende First-Nations-Vertreter im Gespräch mit Herzogin Kate. Bei einem achttägigen Besuch in Kanada wollen sie und ihr Mann William auch eine Siedlung der Ureinwohner besuchen.

Prince William Kate Duke of Cambridge, Duchess of Cambridge

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Eintrag ins Goldene Buch der kanadischen Regierung: Kanada gehört zu den Ländern, deren offizielles Staatsoberhaupt immer noch Williams Großmutter ist, Queen Elizabeth II. Sie oder ihre Kinder und Enkel kamen in den vergangenen 60 Jahren 23 mal für einen offiziellen Staatsbesuch in Kanada vorbei.

Catherine Duchess of Cambridge, Sharon Johnston

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Das offizielle Programm im Parlament von British Columbia hat offenbar auch Amüsantes zu bieten: Herzogin Kate (Mitte) neben der jägerhaft gekleideten Generalgouverneurs-Ehefrau Sharon Johnston. Aber Moment mal - da ist ja noch ein Platz frei!

2016 Royal Tour To Canada Of The Duke And Duchess Of Cambridge

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Lieber festhalten, den Gatten, hier im Gespräch mit Kanadas Premier Justin Trudeau, der weltweit (fast) genauso beliebt ist wie Prinz William und Kate.

2016 Royal Tour To Canada Of The Duke And Duchess Of Cambridge

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Trudeau, selbst dreifacher Vater, sagte an William und seine Frau gerichtet, er wisse genau, dass es "eine ganz andere Erfahrung" sei, wenn die Familie gemeinsam reise. Es werde eine "große Herausforderung" werden, die Kinder nach einem Besuch an "unserer wunderschönen Westküste" wieder ins Flugzeug zu bekommen, scherzte Trudeau.

© SZ.de/AFP/AP/gal/jana/sks
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