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Royals:Herzogin Kate will 1,5 Millionen Euro Entschädigung für Nacktfotos

Herzogin Kate

Weil Paparazzi vor fünf Jahren in Frankreich Nacktaufnahmen von Herzogin Kate machten, fordert sie nun vor Gericht einen hohen Schadensersatz.

(Foto: dpa)
  • In Frankreich hat ein Prozess gegen zwei Paparazzi begonnen, die vor fünf Jahren Nacktfotos von Herzogin Catherine gemacht haben sollen.
  • Die Frau des britischen Thronfolgers will nun einen Schadensersatz in Höhe von 1,5 Millionen Euro erstreiten.

Fünf Jahre ist es her, dass das französische Magazin Closer Nacktfotos der britischen Herzogin Kate druckte. Die Aufnahmen zeigen die damals 30-Jährige beim Sonnenbaden auf der Terrasse eines Privatanwesens in der Provence. Paparazzi hatten die Aufnahmen, auf denen die künftige britische Königin nur ein Bikinihöschen trägt, an die Boulevardpresse verkauft. Vor Gericht im französischen Nanterre wollen sie und Prinz William nun Schadenersatz in Höhe von 1,5 Millionen Euro erstreiten, wie der Closer-Anwalt Paul-Albert Iweins bestätigte.

Vor Gericht verantworten müssen sich zwei Fotografen, die mit einem Teleobjektiv das Ehepaar im Urlaub fotografiert haben sollen. Ihnen wird die Verletzung der Privatsphäre sowie Beihilfe dazu vorgeworfen. Die Angeklagten bestritten vor Gericht, die Aufnahmen gemacht zu haben.

Iweins kritisierte die Schadenersatzforderung für die Paparazzi-Fotos als überzogen - zumal die Aufnahmen ein "dem Ansehen des Paares förderliches Bild" gezeigt hätten. Die Staatsanwaltschaft forderte unabhängig von der Schadenersatzforderung des königlichen Paares "sehr hohe Geldstrafen" gegen die Angeklagten. Eine konkrete Zahl nannte die Anklage nicht.

Die Fotos hatten weltweit für Aufsehen gesorgt. Nach dem Closer-Magazin hatten andere europäische Boulevardzeitungen die Aufnahmen ebenfalls - teilweise in Sonderausgaben - gedruckt. Das britische Königshaus hatte das Vorgehen der Medien damals scharf kritisiert. Die Motivation könne "nichts anderes als Gier" sein. In einem Eilverfahren hatte ein französisches Gericht auf Antrag von Kate und William jegliche Weiterverbreitung der Fotos verboten.

In dem Prozess in Frankreich stehen außerdem der damalige Herausgeber der Regionalzeitung "La Provence" und eine Fotografin des Blattes vor Gericht. Die Zeitung hatte eine Woche vor Closer ein Bild der Royals in Badekleidung veröffentlicht. Für sie forderte der Staatsanwalt eine Geldstrafe auf Bewährung.

Kate und William ließen zu Prozessbeginn eine Erklärung von einem ihrer Anwälte verlesen. Das Paar sei noch immer "schockiert" über die Veröffentlichung der Aufnahmen. Besonders "schmerzhaft" sei gewesen, dass das Vorgehen der Medien an die Umstände des Todes von Williams Mutter Diana erinnert habe.

Die Prinzessin war 1997 in Paris bei der Flucht vor Fotografen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seitdem gilt das Verhältnis der britischen Königsfamilie zu Paparazzi als besonders angespannt. So hatte etwa Prinz Harry im vergangenen November in einer Mitteilung Fotografen scharf kritisiert, die seine neue Freundin, die Schauspielerin Meghan Markle, bedrängt haben sollen. Sie sei "Ziel von Belästigungen und Beleidigungen" gewesen, hieß es darin.

Beim Prozess in Frankreich waren Kate und William nicht anwesend. Wann ein Urteil gefällt wird, ist noch unklar.

© SZ.de/dpa/AFP/AP/lot

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