ExtremsportSeil vergessen: Brasilianerin stürzt beim Rope Jumping in den Tod

Nahe der Stadt Limeira ist eine junge Extremsportlerin verunglückt, sechs Personen wurden festgenommen.
Nahe der Stadt Limeira ist eine junge Extremsportlerin verunglückt, sechs Personen wurden festgenommen. Nicole Becker/dpa

Eine junge Frau wird im Bundesstaat São Paulo von einer Brücke geworfen und kommt zu Tode. Mitarbeiter eines Extremsport-Anbieters hatten ein lebenswichtiges Detail übersehen.

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In Brasilien ist eine junge Frau beim Rope Jumping von einer Brücke tödlich verunglückt. Die Mitarbeiter des Extremsport-Anbieters vergaßen offenbar, die 21-Jährige mit dem Sicherungsseil zu verbinden. Die Frau stürzte von der Brücke Ponte do Esqueleto nahe der Stadt Limeira im Bundesstaat São Paulo etwa 40 Meter in die Tiefe, wie die Stadtverwaltung unter Berufung auf die Militärpolizei mitteilte.

Auf Videos war zu sehen, wie erst drei und zum Schluss zwei Männer die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil liegt daneben zusammengerollt auf dem Boden. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Sechs Beteiligte wurden festgenommen.

Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem sich Menschen gesichert mit einem Kletterseil in die Tiefe stürzen. Im Gegensatz zum Bungee Jumping ist das Seil kaum elastisch. Es wird üblicherweise versetzt von der Absprungstelle befestigt, sodass der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefedert wird.

Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte nach dem Unglück eine Klage gegen Bundesbehörden an. Mehrfach seien bereits Sicherheitsmaßnahmen angemahnt worden, geschehen sei nichts, hieß es in einer Mitteilung. „Leider hat die Untätigkeit der Bundesbehörden nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt“, sagte Bürgermeister Murilo Félix.

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