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Riesenwelle in Portugal:Studenten ertranken womöglich wegen Mutprobe

  • Überraschend ermittelt die portugiesische Polizei erneut im Fall von sechs ertrunkenen Studenten.
  • Die jungen Menschen wurden womöglich Opfer einer Mutprobe.
  • Im Dezember 2013 hatte eine Riesenwelle sieben Studenten ins Meer gerissen, sechs von ihnen starben.

Neue Ermittlungen zu sechs Ertrunkenen in Portugal

Zehn Monate nach dem Tod von sechs Studenten an einem Strand in Portugal beschäftigt sich die Justiz erneut mit dem vermeintlichen Unglück. Wie örtliche Medien übereinstimmend unter Berufung auf einen Justizsprecher berichten, wurde der einzige Überlebenden des Zwischenfalls zum Beschuldigten erklärt. Der Richter in Setúbal, etwa 40 Kilometer südlich von Lissabon, habe damit einem entsprechenden Antrag der Eltern der Opfer stattgeben.

Aufnahmeritual einer Studentenverbindung?

Der 24-Jährige, gegen den nun ermittelt wird, soll als Mitglied einer Studentenverbindung eine Mutprobe angeordnet und beaufsichtigt haben. Die Eltern der sechs Todesopfer sind davon überzeugt, dass ihren Kindern das Initiationsritual einer studentischen Verbindung in Lissabon zum Verhängnis wurde. Der Überlebende bestreitet die Vorwürfe. Die ursprünglichen Ermittlungen waren im Juli eingestellt worden.

Riesenwelle reißt Studenten ins Meer

Nach allem, was bisher über den Vorfall bekannt ist, wurden in der Nacht zum 15. Dezember 2013 am Strand Moinho de Baixo in Meco bei Setúbal sieben Studenten von einer Riesenwelle ins Meer gerissen. Ein 23-Jähriger konnte sich in Sicherheit bringen. Die anderen - vier Frauen und zwei Männer - ertranken. Der Überlebende sagte der Polizei, die Gruppe sei am Strand von einer Riesenwelle überrascht worden.

© Süddeutsche.de/dpa/leja/afis
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