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Rheinland-Pfalz:Deutsche Ermittler finden aus Tschechien entführtes Baby

Das Mädchen war erst wenige Wochen alt, als es von einem Entführer vor den Augen seiner Mutter in Tschechien aus dem Kinderwagen gerissen und verschleppt wurde. 600 Kilometer weiter, in Rheinland-Pfalz, haben deutsche Ermittler den Säugling jetzt wiedergefunden.

Aufatmen nach einer Woche Hoffen und Bangen: Ein im tschechischen Usti nad Labem entführter Säugling ist in Rheinland-Pfalz gefunden worden. Dem Kind gehe es gut, sagte ein Sprecher des sächsischen Landeskriminalamtes. Mehrere Tatverdächtige seien festgenommen worden.

Das Baby war am vergangenen Mittwoch nahe der sächsisch-tschechischen Grenze vor den Augen seiner Mutter aus dem Kinderwagen gerissen worden. Der Entführer war mit einer weiteren Person in einem Auto Richtung Deutschland geflohen. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass es sich beim Tatverdächtigen um einen Deutschen handelt.

Nach Angaben der Polizei in Koblenz sind die mutmaßlichen Täter im Raum Neuwied gefasst worden. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf die tschechische Polizei berichtete, wurden ein deutscher Mann und zwei Frauen festgenommen.

Zuvor hatten die Ermittler in Sachsen eine groß angelegte Öffentlichkeitsfahndung gestartet. Das Landeskriminalamt in Dresden hatte eine Sonderkommission "Globus" eingerichtet. Das Auto des Entführers brachte die Ermittler schließlich auf seine Fährte. Nach der Tat raste er mit einem schwarzen Geländewagen in Richtung der deutschen Grenze und wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen.

Wenige Tage später dann die gute Nachricht: Das Baby konnte "gesund und wohlbehalten" in Obhut genommen werden, sagte ein Polizeisprecher. Nun gehe es darum, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittle derzeit wegen des Entzugs Minderjähriger.

In Ermittlerkreisen hieß es, die Mutter sei bereits auf dem Weg nach Deutschland, um ihr Baby in Empfang zu nehmen.