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Rheinland-Pfalz:Vermisste Raubtiere in Lünebach sind in ihrem Gehege

Happy End unter Löwen

Malor aus dem Eifel-Zoo in Lünebach. Tatsächlich ist keiner der Löwen ausgebrochen.

(Foto: dpa)
  • Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar aus dem Eifel-Zoo in Lünebach sind nach Behördenangaben gar nicht ausgebrochen.
  • Aufgrund von Überschwemmungen war zunächst nicht erkennbar gewesen, ob die Tiere sich in ihren Gehegen befinden.
  • Ein Bär ist tatsächlich entlaufen; er wurde erlegt.

Zwei Löwen, zwei Tiger, ein Jaguar und ein Bär seien entlaufen, hieß es am Mittag. Nun ist klar: Außer dem Bären ist kein Tier ausgebrochen. Die übrigen Tiere befanden sich die ganze Zeit über in ihrem Gehege, aufgrund von Überschwemmungen sei das zunächst nicht erkennbar gewesen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert. Der Bär wurde außerhalb seines Geheges erlegt.

Nach den entflohenen Raubtieren war mit einem Großaufgebot gesucht worden. Unter anderem waren Feuerwehr und Polizei sowie Tierärzte im Einsatz. Beim Einsatz einer Drohne - das hieß es am frühen Nachmittag - seien die Tiere wieder auf dem Zoogelände entdeckt worden, berichtete zuerst der Trierische Volksfreund. Die Bevölkerung war aufgefordert worden, in ihren Wohnungen zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und gesichtete Tiere der Polizei zu melden.

In der Nacht zum Freitag hatte es heftige Unwetter in der Region gegeben. Der Bär sei aus seinem Gehege entkommen, weil Wassermassen und Treibgut das Gitter beschädigt haben, hieß es. Nun werde geprüft, ob alle Gehege noch in Ordnung seien, die Tiere würden bis dahin überwacht.

Der Eifel-Zoo liegt in Lünebach, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Bitburg nahe der belgischen Grenze. Auf der Internetseite wird mit 60 exotischen und einheimischen Tieren geworben, insgesamt leben etwa 400 Tiere, vom Lama bis zum Löwen, auf 30 Hektar. Die Gehege liegen nahe des Bierbachs. Durch den Starkregen ist der Wasserstand dort angestiegen, berichtet der SWR.

Der Kölner Kaufmann Hans Wallpott erwarb 1965 Teile des heutigen Zoogeländes, das früher zur Fischzucht diente. Mit den Jahren wurde der Zoo ausgebaut und erweitert. Der Gründer starb im vergangenen Jahr, bis heute ist der Eifel-Zoo im Besitz der Familie. Wallpotts Tochter Isabelle, gelernte Zootierpflegerin, leitet die Anlage gemeinsam mit Mutter Annemie. Es gibt nur drei feste Mitarbeiter, der Zoo finanziert sich allein über die Eintrittsgelder.

2016 waren zwei Löwen im Leipziger Zoo aus ihrem Gehege ausgebrochen. Zu dem Zeitpunkt war der Zoo noch geschlossen. Einer der Löwen musste erschossen werden, das andere Tier konnte in das Gehege zurückgedrängt werden.

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