Nahe Rendsburg Bahn-Unfall in Schleswig-Holstein - zwölf Verletzte

Der an der Kollision beteiligte Lkw steht bei Rendsburg an dem Bahnübergang neben den Gleisen.

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Ein Regionalzug ist an einem Bahnübergang mit einem Sattelschlepper zusammengestoßen. Nach Polizeiangaben soll es zwei Schwerverletzte gegeben haben.

Bei einem Bahn-Unfall nahe Rendsburg sind am Mittwochmorgen zwölf Menschen verletzt worden, darunter seien zwei Schwerverletzte, wie die Bundespolizei nun mitteilte. Einer von ihnen wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, einige wurden am Unfallort von Sanitätern untersucht und behandelt. Zunächst war die Polizei in Kiel von insgesamt 20 Verletzten und zehn Schwerverletzten ausgegangen.

Der Regionalzug war an einem Bahnübergang in der Gemeinde Alt Duvenstedt mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Einem Bericht des NDR zufolge war der beladene Sattelschlepper an der Stelle liegen geblieben, die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Der Lkw-Fahrer habe sich kurz vor dem Unfall mit einem Sprung aus seinem Fahrerhaus gerettet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Zug sei teilweise entgleist.

Die Züge aus Hamburg konnten nur noch bis Rendsburg fahren, wie eine Bahnsprecherin sagte. In die Gegenrichtung endeten die Züge in Owschlag. Auch auf der Ost-West-Verbindung zwischen Husum und Kiel kam es zu Beeinträchtigungen. Nach Informationen der Bundespolizei wurde eine Oberleitung beschädigt, die zunächst geerdet werden musste.

Womöglich könnten sich die Verkehrsprobleme den ganzen Tag hinziehen, die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Mehr als hundert Einsatzkräfte waren am Morgen am Ort.

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