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Rechnungen und Unterlagen:Auszeit von Tebartz-van Elst könnte sich hinziehen

DJV-Fotopreis - PresseFoto Hessen-Thüringen 2013

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst muss zurzeit außerhalb des Bistums wohnen.

(Foto: dpa)

Rechnungen, so viele Rechnungen: Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst wird wohl länger im Kloster bleiben als bisher geplant. Offenbar kämpfen die Prüfer bei der Untersuchung der Millionenkosten seines Bischofssitzes mit deutlich mehr Papieren, als sie erwartet hatten.

Der Abschlussbericht zu den enormen Baukosten für den Sitz des beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst verzögert sich offenbar. Die Prüfkommission der Deutschen Bischofskonferenz wird ihren Bericht dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge frühestens zu Ostern, womöglich aber auch erst zum Sommerbeginn vorlegen.

Die Verzögerung sei auf eine unerwartet große Zahl von Rechnungen und Unterlagen für den auf mindestens 31 Millionen Euro veranschlagten Bau zurückzuführen, die zu prüfen seien.

Tebartz-van Elst war wegen der hohen Kosten für den Bischofssitz heftig kritisiert worden. "In Erwartung der Ergebnisse" der Prüfkommission hatte ihn der Papst im Oktober vorübergehend in ein Benediktiner-Kloster im bayerischen Metten geschickt. Dieses Exil könnte dem Spiegel zufolge nun länger dauern als gedacht.

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Im Schatten von Limburg

Die Verwaltung des Bistums wurde im Oktober auf den Generalvikar übertragen. Die Kommission wurde von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzt und steht unter der Leitung des Paderborner Weihbischofs Manfred Grothe. Sie soll nicht nur die Kosten begutachten, sondern auch untersuchen, wer für die Entscheidungen verantwortlich war.