Die drei Komplizen gingen äußerst stümperhaft vor. In Trainingsanzügen stürmten sie durch die offene Tür in das Mannheimer Wettbüro, zwei von ihnen hatten FFP2-Masken vorm Gesicht und die Kapuze auf dem Kopf, einer trug eine Sturmmaske. Alle kamen ohne Handschuhe. Sie schubsten den Mitarbeiter in ein Hinterzimmer, und sie fassten alles Mögliche an. Eine Stuhllehne, den Tresorgriff, den Tresorschlüssel, den Geldstapler in einem Wettautomaten, die Türklinke. Nach nicht einmal eineinhalb Minuten rannten sie wieder raus. Mitgenommen hatten sie ein paar Tausend Euro. Zurückgelassen hatten sie einen verletzten Mann und zahlreiche Spuren.
KriminalitätUnd wenn es doch der Bruder war?
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Mehmet G. saß bereits wegen eines Raubüberfalls in Haft, da fand sich an einem älteren Tatort erneut seine DNA. Alles klar also? Über einen Fall, in dem es sich die Justiz zu einfach gemacht hat.
Von Benedikt Warmbrunn, Mannheim

Freispruch im Fall Hanna Wörndl:„Dieses Rechtssystem hat Ihnen großes Unrecht zugefügt“
Drei Jahre lang war Sebastian T. vorgeworfen worden, die Medizinstudentin Hanna Wörndl ermordet zu haben. Nun hat ihn das Landgericht Traunstein freigesprochen. Über ein Urteil, bei dem die Richterin gegen die Tränen kämpfen muss.
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