Raketenalarm auf Hawaii:Mit einem Klick zum Raketenalarm

Grund für den falschen Alarm auf Hawaii war wohl, dass ein für Fehler anfälliges Drop-Down-Menü beim Versand zum Einsatz kam. Neue Maßnahmen sollen eine Wiederholung verhindern.

Um den falschen Raketenalarm auf Hawaii auszulösen und die Bevölkerung für 38 Minuten in Panik zu versetzen, genügte ein einziger falscher Klick. Wie die Washington Post berichtet, waren die Optionen für den Versand eines echten Alarms und den Versand eines internen Testalarms im selben Drop-Down-Menü direkt nebeneinander angeordnet.

Mit einem weiteren flüchtigen Klick auf eine Bestätigung war der Fehler dann in der Welt. "Es war viel zu einfach - für jeden - so einen großen Fehler zu machen", sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde der Zeitung. Der verantwortliche Mitarbeiter sei zunächst in eine andere Abteilung versetzt worden, werde aber nicht gefeuert. Die Richtigstellung gestaltete sich ungleich schwieriger, da es keine einfache Möglichkeit gab, eine solche einfach und schnell über die selben Kanäle zu verbreiten.

Verschiedene Maßnamen sollen einen solchen Fehler in Zukunft verhindern. Eine Berichtigung kann jetzt innerhalb von Sekunden verschickt werden und käme genauso auf die Handys der Bevölkerung wie der ursprüngliche Alarm. Außerdem sollen ab sofort sowohl bei Tests, als auch im Ernstfall ein Vier-Augen-Prinzip beim Versand gelten.

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