London:Buhrufe für Johnson, Jubel für Harry und Meghan

Lesezeit: 2 min

Die Briten feiern die Königsfamilie, aber nicht ihren Premierminister. Und die Queen nimmt nicht am Gottesdienst teil. Die Bilder vom Thronjubiläum.

Von Ayça Balcı und Philipp Saul

Vorfreude auf die Royals

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(Foto: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Am Freitagvormittag warten Tausende Menschen vor der St. Paul's Kathedrale, wo zahlreiche Gäste aus der Königsfamilie zu einem feierlichen Gottesdienst zusammengekommen. Das wichtigste Mitglied aber kommt nicht. Die Queen sagt ihre Teilnahme wegen "einiger Beschwerden" ab.

Pappkönigin

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(Foto: Alberto Pezzali/AP)

Dafür ist die 96-Jährige aber immer wieder in der Menschenmenge zu sehen - nämlich als lebensgroßer Pappaufsteller.

Charles vertritt die Queen

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(Foto: Richard Pohle/AP)

Vertreten wird die Queen offiziell von ihrem Sohn Prinz Charles, 73, der den Gottesdienst mit Herzogin Camilla im Kreise der erweiterten königlichen Familie feiert. Hier ist er mit seinem Sohn William und dessen Ehefrau Kate zu sehen.

Buhrufe für die einen

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(Foto: Chris J Ratcliffe/Getty Images)

Zu den Gästen des Dankgottesdienstes gehören auch der britische Premierminister Boris Johnson und seine Frau Carrie Johnson. Besonders freundlich begrüßt wird das Paar aber nicht - die Schaulustigen buhen die beiden bei ihrer Ankunft aus. Johnson steht wegen der "Partygate"-Affäre um Lockdown-Feierlichkeiten in der Downing Street innenpolitisch immens unter Druck.

Jubel für die anderen

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(Foto: POOL/REUTERS)

Prinz Harry und Herzogin Meghan, die sich 2020 von der britischen Königsfamilie getrennt haben, sind aus den USA mit ihren Kindern Archie und Lilibet angereist. Im Gegensatz zu den Johnsons werden sie mit viel Jubel begrüßt. Harry trägt seine militärischen Abzeichen, Meghan erscheint im cremefarbenen Mantel mit Hut.

Corona-Ausfälle beim Gottesdienst

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(Foto: Aaron Chown/AP)

Bei den Feierlichkeiten ist die St Paul's Kathedrale mit Vertretern aus Königsfamilie, Politik und Gesellschaft gut gefüllt. Auch wenn die Pandemie in Großbritannien als beendet gilt, sorgt das Coronavirus für Ausfälle beim Gottesdienst: Sowohl der zweitälteste Queen-Sohn Prinz Andrew als auch der Erzbischof von Canterbury, der den Gottesdienst eigentlich halten sollte, ließen sich wegen Infektionen entschuldigen. Masken wurde in der Kirche mit Hunderten Gästen nicht getragen.

Elizabeth "fest im Sattel"

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(Foto: DAN KITWOOD/AFP)

"Wir sind traurig, dass Sie heute nicht hier sind, aber wir sind so glücklich, dass Sie noch immer im Sattel sind", sagt der Erzbischof von York, Stephen Cottrell, in Richtung der für ihre Pferdeliebe bekannten Königin. Die sitzt zwar nicht auf den Kirchenbänken, aber vielleicht ja vor dem Fernseher.

Zu Ehren von Elizabeth II erklingt in der Kathedrale auch die größte Glocke des Landes namens Great Paul - zum ersten Mal wegen eines royalen Anlasses. Die 1882 gebaute Glocke war jahrzehntelang stumm, weil ein Mechanismus kaputt war. 2021 wurde sie wiederhergestellt.

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Seit 70 Jahren kultiviert Elizabeth II. die Erhabenheit ihres Amtes. Aber ist das ein Grund zum Feiern? Gefangene eines Protokolls zu sein, das ihre Ahnen aufgesetzt haben? Ein bisschen mehr Mensch sein - das ist der Auftrag für die nächste Generation der Royals.

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