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Prozesse - Schwerin:Verwaltungsgericht verhandelt über Hähnchenmastanlage

Schwerin/Wardow (dpa/mv) - Das Verwaltungsgericht Schwerin verhandelt am Donnerstag über die Klage gegen die geplante Hähnchenmastanlage Wardow im Recknitztal zwischen den Dörfern Wardow und Kobrow. Die Klage gegen die doppelte Hähnchenmastanlage, also zwei baugleiche Stallanlagen, hatte die Umweltschutzorganisation BUND eingereicht. Wie deren Geschäftsführerin Corinna Cwielag am Montag mitteilte, sollen in bis zu acht Durchgängen pro Jahr mehr als eine halbe Million Hähnchen gemästet werden. Die Anlage soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum EU-Schutzgebiet "Recknitz- und Trebeltal mit Zuflüssen" errichtet werden. Die Region gehöre zum "Mecklenburger Parkland", die mit dem Erhalt der unversehrten Natur, Alleen und Urlaub in Schlössern und Gutshäusern wirbt.

"Der Bund hat die Umweltwirkungen und die Gesellschafterstruktur für die künstliche Teilung des Genehmigungsantrags untersucht und durch Experten prüfen lassen", sagte Cwielag. Die Ergebnisse seien dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Rostock zur Verfügung gestellt und die Behörde sei mehrfach auf Widersprüche hingewiesen worden. Diese Hinweise seien jedoch nicht berücksichtigt worden. Cwielag ging davon aus, dass Lärm, Verkehr, Geruch, keimhaltigen Feinstaub und Ammoniak die Anwohner, Besucher und die umliegenden Gebiete betreffen werden.