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Prozesse - Schwerin:Prozess um Marihuana-Handel am Landgericht Schwerin begonnen

Schwerin (dpa) - Ein Prozess um bandenmäßigen Drogenhandel hat am Mittwoch vor dem Landgericht Schwerin begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf dem 24 Jahre alten Angeklagten aus Bremen zu Beginn des Prozesses vor, zusammen mit vier Komplizen im Frühjahr 2018 in Wismar, Güstrow und Lübeck insgesamt 120 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben. Dabei soll die Bande etwa 190 000 Euro eingenommen haben.

Die Drogen hatten die Beschuldigten nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei mindestens vier Kurierfahrten unter anderem aus Berlin und aus einem Depot bei Osterode im Harz nach Wismar transportiert. In einem Fall waren es 50 Kilogramm Marihuana, die sie in einem Fernbus in die Hansestadt brachten.

Der Angeklagte wollte sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern. Zwei der mutmaßlichen Komplizen sind inzwischen zu vier Jahren beziehungsweise zwei Jahren und sieben Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Gegen zwei weitere sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen. Dem Angeklagten drohen fünf Jahre Haft. Mit einem Urteil ist Mitte Juli zu rechnen.