Prozesse - Rostock:Urteil im Mord-Prozess gegen junge Mutter am 19. Dezember

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Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Rostock (dpa/mv) - Im Prozess gegen eine des Mordes an ihrem Kind angeklagte 24-Jährige hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Wie das Landgericht Rostock am Donnerstag mitteilte, sahen es die Anklagevertreter als erwiesen an, dass die junge Mutter aus niedrigem Beweggrund ihre beiden ein- beziehungsweise vierjährigen Söhne vernachlässigt habe. Das einjährige Kind starb im September 2021. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als eineinhalb Jahren auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung. Das Urteil soll am 19. Dezember fallen.

Laut Anklage soll die Frau ihr einjähriges Kind dauerhaft nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt und keinen Arzt konsultiert zu haben, als es krank wurde. Stattdessen habe sie ihren kleinen Sohn in ihrer Wohnung allein gelassen, um Zeit mit ihrem Freund zu verbringen. Der Junge starb demnach infolge starken Durchfalls an einem Gerinnsel in den Lungenschlagadern. Die Angeklagte sagte während des Prozesses, sie sei damals vollkommen überfordert gewesen.

© dpa-infocom, dpa:231207-99-213894/2

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