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Prozesse - Mainz:Überfall mit Hammer und Machete: Zweiter Prozess beginnt

Deutschland
Ein Hinweis-Schild "Landgericht Amtsgericht" an der Fassade des Gerichtsgebäudes. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Mainz (dpa/lrs) - Wegen des Überfalls mit einem Gummihammer, einer Machete und einem Baseballschläger auf einen Mann aus Ingelheim stehen seit Mittwoch zwei Männer vor dem Mainzer Landgericht. Ihre beiden mutmaßlichen Komplizen waren bereits Ende Juni wegen schweren Raubs zu drei und sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Alle vier Männer im Alter von 25 bis 38 Jahren sollen drogenabhängig gewesen sein und deshalb den Überfall auf den Mann begangen haben, den einer von ihnen als Dealer kannte. "Ich dachte nur an Stoff, ich hatte nichts mehr, das Zeug ist teuer", sagte der 32 Jahre alte Angeklagte. Er und der andere - 26 Jahre alte - Angeklagte entschuldigten sich am ersten Prozesstag bei dem Opfer. Der Anwalt des 32-Jährigen überreichte dem Mann im Gerichtssaal zudem 500 Euro als eine erste Entschädigung und kündigte an, mit seinem Anwalt einen Schadens- und Schmerzensgeldsumme aushandeln zu wollen.

Der bereits verurteilte 25 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter habe nach Aussage der Angeklagten im Juni 2019 an der Tür des Opfers geklingelt und den Überfall mit Faustschlägen begonnen. Anschließend soll der Mann mit der Machete und dem Gummihammer geschlagen worden sein. Er erlitt zahlreiche schwere Prellungen und eine Platzwunde am Kopf. Geld und Drogen - wie vermutet - fanden die Täter nicht. Sie stahlen die Playstation des Opfers und ein Handy.

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