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Prozesse - Hannover:Brandsätze im Finanzamt deponiert: 66-Jähriger muss in Haft

Hannover (dpa/lni) – Weil er mehrere Brandsätze in einem Finanzamt in Hannover deponiert hat, muss ein 66-Jähriger ins Gefängnis. Das Landgericht Hannover verurteilte den Mann am Mittwoch wegen versuchter Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Der selbstständige Spediteur hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Grund für die Tat sei eine hohe Steuernachforderung gewesen, die er nicht bezahlen konnte. Er musste einen Insolvenzantrag stellen, sein Haus wurde gepfändet. Da sei er auf die Idee gekommen, das Finanzamt anzuzünden, damit die Akten zerstört werden und er Zeit gewinne, das Geld zu verdienen. Entdeckt wurden die Brandsätze Anfang Dezember 2017 sowie gut einen Monat später. Nur weil die Zündvorrichtungen nicht funktionierten, kam es zu keinem Feuer.