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Prozesse - Frankfurt am Main:Tresoreinbruch plus Verfolgungsjagd endet im Gefängnis

Deutschland
Eine Figur der Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Vier Jahre und vier Monate Haft - so lautet das Urteil nach einem Tresoreinbruch mit anschließender Verfolgungsjagd durch das Frankfurter Bahnhofsviertel. Die höchste Strafe der vier Angeklagten erhielt am Dienstag vor dem Landgericht ein 28-Jähriger, der auch das Fluchtfahrzeug steuerte. Auch ein 27-Jähriger wurde wegen Einbruchsdiebstahls zu dieser Strafe verurteilt. Ein 35-Jähriger wurde zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, ein weiterer 28-Jähriger zu dreieinhalb Jahren. Die Tat hatte sich im vergangenen August ereignet. (AZ 6350 Js 234884/19)

Mehrere Personen wurden bei der Verfolgungsjagd touchiert und verletzt, einige Fahrzeuge beschädigt. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen in der Anklage ein bandenmäßiges Vorgehen vor, was die Angeklagten bestritten. Der Einbruch sei eine "Spontantat" gewesen, die ihnen später leid getan habe. Die Beute - Schmuck und Wertgegenstände im Wert von 200 000 Euro aus 18 Privatschließfächern - mussten sie nach der Festnahme kurze Zeit später abgeben. Nur dem vierten Angeklagten gelang zunächst die Flucht nach Berlin. Dort wurde er im September festgenommen.

Nach gut elf Monaten in Untersuchungshaft hob die Strafkammer am Ende die Haftbefehle mangels Fluchtgefahr gegen Kautionen auf. Im Strafmaß hielten sich die Richter weitgehend an die Vorgabe der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger wollten die Geständnisse ihrer Mandanten stärker berücksichtigt wissen und stellten entsprechend mildere Strafanträge. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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