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Prozesse - Frankfurt am Main:Prozess um Raubmord: Angeklagter führte unauffälliges Leben

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein Bankkaufmann steht in Frankfurt wegen Raubmordes vor dem Landgericht. Der 46-Jährige soll eine 58-Jährige in deren Haus in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) mit 15 Messerstichen getötet und mit 11 000 Euro Bargeld die Flucht ergriffen haben. Drei Tage später wurde er festgenommen.

Hintergrund waren laut Anklage offenbar Geldsorgen, der Mann hatte bei seinen Eltern und seiner Lebensgefährtin Schulden. Das als vermögend geltende Opfer soll der Mann flüchtig gekannt haben, er hatte einst mit der Tochter beruflich zu tun.

Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte noch nicht zu dem Vorwurf. Er kündigte jedoch eine Einlassung an einem der kommenden Verhandlungstage an. Kurz nach seiner Festnahme hatte er die Tat bereits gestanden.

Am Vormittag des 18. Oktober 2018 soll er laut Anklage an der Haustüre der 58-Jährigen geklingelt haben. Er soll die Frau in ein kurzes Gespräch verwickelt haben. Plötzlich habe er sein Opfer in das Haus zurückgedrängt. Dort soll er die 58-Jährige gewürgt und mit einem Messer auf sie eingestochen haben.

Bis dahin soll der Angeklagte ein völlig unauffälliges Leben geführt haben. Er war Mitarbeiter einer Kreditvermittlung in der Baubranche. Die Schwurgerichtskammer hat einen psychiatrischen Sachverständigen bestellt. Die Schwurgerichtskammer will den Prozess nach sieben Verhandlungstagen Mitte Oktober abschließen. (AZ 3690 Js 251398/18)