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Prozesse - Frankfurt am Main:Mord: Gutachter hält Angeklagten für voll schuldfähig

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein wegen einer tödlichen Messerattacke vor einem Frankfurter Supermarkt angeklagter Mann soll bei der Tat im vergangenen Oktober voll schuldfähig gewesen sein. Der 44-Jährige soll seine 24 Jahre alte Lebensgefährtin mit etlichen Messerstichen getötet haben. Ein psychiatrischer Sachverständiger schloss in dem Prozess vor dem Landgericht Frankfurt am Donnerstag eine "tiefgreifende Persönlichkeitsstörung" bei dem Mann aus. Auch habe er nicht im Affekt gehandelt. Eine Alkohol- oder Drogenproblematik scheide ebenfalls aus.

Der angeklagte Schwede hatte vor Gericht die Tat eingeräumt, sie allerdings auf einen "Filmriss" zurückgeführt. Kurze Zeit vorher habe ihm die Frau die Trennung verkündet. Nach der Tat im Stadtteil Bornheim flüchtete er zunächst, unternahm später einen Suizidversuch. Nach der Vernehmung des psychiatrischen Sachverständigen steht der Mitte Oktober gestartete Prozess vor dem Abschluss. Am 7. Dezember sollen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Vertreter der Nebenklage plädieren. Das Urteil wird dann voraussichtlich am 14. Dezember fallen.

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