Prozesse - Frankfurt am Main:Geldstrafe nach Raserei durch Frankfurter Innenstadt

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in halsbrecherischer Geschwindigkeit ist ein 34 Jahre alter Autofahrer am Mittwoch vom Amtsgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann muss 2700 Euro (90 Tagessätze) Strafe zahlen, zudem erhielt er eine Führerscheinsperre von neun Monaten.

Der Angeklagte sollte wegen seines auffälligen Fahrstils im Februar dieses Jahres kontrolliert werden. Der Polizeiaktion entzog er sich allerdings mit Geschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern, quer durch die Frankfurter Innenstadt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Vor Gericht behauptete er, als Diabetiker während der Fahrt eine Unterzuckerung erlitten zu haben. Deshalb habe er schnell Fruchtsaft besorgen wollen. Außerdem sei er wegen seines Geburtstages recht übermütig gewesen. Das Gericht verurteilte ihn gleichwohl wegen verbotenen Wettrennens und Straßenverkehrsgefährdung. Die relativ niedrige Strafe verdankte der Schnellfahrer dabei dem Umstand, dass er bislang noch nicht negativ im Straßenverkehr aufgefallen war. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.

© dpa-infocom, dpa:221130-99-725288/2

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