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Prozesse - Frankfurt am Main:Erpresserischer Menschenraub: Angeklagte schweigen

Deutschland
Justitia-Statue. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen erpresserischen Menschenraubes stehen seit Mittwoch zwei Männer im Alter von 32 und 44 Jahren vor dem Landgericht Frankfurt. Am ersten Verhandlungstag äußerten sie sich zunächst nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Laut Anklage sperrten sie im Februar dieses Jahres einen 31-Jährigen mehrere Tage in einen Kellerraum im Frankfurter Bahnhofsviertel, um die Zahlung von knapp 100 000 Euro zu erpressen. Zwischenzeitlich sollen Komplizen in die Wohnung des Mannes in der Schweiz eingebrochen sein und größere Mengen Bargeld erbeutet haben. (AZ 6340 Js 207358/20)

Hintergrund der Erpressung sollen laut Anklage diverse Drogengeschäfte zwischen den Männern gewesen sein. In diesem Zusammenhang sei das Opfer von den Angeklagten beschuldigt worden, ihnen Rauschgift gestohlen zu haben. Die Strafkammer steht vor einer schwierigen Beweisaufnahme. Im Vorfeld des Prozesses ließ der derzeit in der Schweiz inhaftierte 31-Jährige mitteilen, dass er nicht als Zeuge aussagen werde. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage bis Ende November vorgesehen.

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