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Prozesse - Frankfurt am Main:Auftakt im Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer

Deutschland
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa (Foto: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch der Prozess gegen einen mutmaßlichen Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat begonnen. Als "Emir" soll der heute 33-jährige Syrer mindestens 20 IS-Kämpfer befehligt und selbst mit einem Sturmgewehr am Bürgerkrieg in Syrien teilgenommen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft legt ihm die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zur Last. (AZ 5-2 OJs 32/18-1/19.)

Nach der Verlesung der Anklageschrift äußerte sich der Angeklagte weder zu den Vorwürfen noch zu seiner Person. Seinem Verteidiger zufolge aber wird er sich im Verlauf des Prozesses einlassen.

Den Ermittlungen zufolge schloss sich der Angeklagte bereits 2013 der radikalislamischen IS an. Sein Aufstieg in der Hierarchie erfolgte offenbar zügig. Als Anführer soll er im Gebiet der Stadt Rakka Kontrollposten an Straßen und Patrouillen organisiert haben. In diesem Zusammenhang wird ihm auch die Geiselnahme zweier Männer vorgeworfen.

Im Juni 2015 war er laut Gericht als Flüchtling eingereist und lebte später in Kassel. Spezialkräfte der Polizei nahmen ihn im November 2018 fest, nachdem Einzelheiten zu seiner mutmaßlichen Rolle im syrischen Bürgerkrieg bekannt geworden waren. Seitdem saß er in Untersuchungshaft.