Prozesse - Berlin:Raubüberfall auf Juweliergeschäft: Angeklagter gesteht

Berlin
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/bb) – Rund zwei Monate nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Berlin-Spandau hat der mutmaßliche Räuber vor dem Landgericht gestanden. Weil er Schulden begleichen wollte, habe er die Tat begangen, erklärte der 44-Jährige zu Prozessbeginn am Donnerstag. Er bitte um Entschuldigung. Laut Anklage hatte er eine Verkäuferin und den Ladeninhaber mit einer Schreckschusspistole bedroht und genötigt, die Vitrinen zu öffnen. Als er bereits Schmuck im Wert von etwa 12 000 Euro in seinem Rucksack verstaut hatte, sei er allerdings noch im Geschäft durch die alarmierte Polizei festgenommen worden. 

Der Angeklagte erklärte weiter, er sei wenige Tage vor der Tat mit der Waffe im Gepäck nach Berlin gereist, um Geld zu beschaffen. Munition habe er nicht besessen. Hintergrund der Tat am Vormittag des 16. August dieses Jahres seien Schulden gewesen, die er im Zusammenhang mit einem Imbiss gemacht habe, den er in seiner serbischen Heimat eröffnen wollte. Er habe seine Familie und sich von den Kreditgebern bedroht gefühlt.

Der 44-jährige Fleischer hatte den 71-jährigen Ladeninhaber laut Ermittlungen durch Gesten aufgefordert, die Vitrinen zu öffnen und ihm bei der Entnahme von Gegenständen zu helfen. 347 Ringe, 18 Ketten und weitere Schmuckstücke habe er in seinen Rucksack gesteckt. Als sich der Täter nach zwei auf den Boden gefallenen Ringen bückte, habe er aus dem Laden entkommen können, schilderte der Ladeninhaber. Bereits zuvor sei es ihm gelungen, unbemerkt Alarm auszulösen. Polizisten hätten den Angeklagten festgenommen.

Der Prozess wegen schweren Raubes wird am 18. Oktober fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-585264/3

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