Prozesse - Berlin:Prozessbeginn: Betrug bei Handel mit Corona-Schnelltests?

Berlin
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/bb) - Gegen zwei Männer, die bei Geschäften mit Corona-Schnelltests einen Schaden von mehr als 400.000 Euro verursacht haben sollen, hat am Mittwoch der Prozess am Berliner Landgericht begonnen. Der 26- und der 28-Jährige sollen im April und Mai dieses Jahres im großen Stil Corona-Schnelltest geordert, die Ware jedoch nach Erhalt nicht bezahlt haben. Die Verteidiger teilten nach Verlesung der Anklage mit, ihre Mandanten würden sich voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt zu den Vorwürfen äußern.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten unter Nutzung eines Firmennamens und falscher Personalien agierten. In drei Fällen hätten sie bei einem Unternehmen Corona-Schnelltests geordert. Diese seien "wie von Anfang an geplant nicht bezahlt worden", so die Anklage. Mit einem gefälschten Überweisungsbeleg sei nach der ersten Lieferung die vermeintliche Begleichung der Rechnung aus dieser Bestellung vorgetäuscht worden. In einem weiteren Fall sollen die beiden Angeklagten knapp 20.000 Corona-Schnelltests verkauft und fast 100.000 Euro kassiert haben, die Ware jedoch nicht geliefert haben.

Die beiden Angeklagten wurden vor viereinhalb Monaten festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf gewerbsmäßigen Betrug und gewerbsmäßiges Gebrauchen von falschen amtlichen Ausweisen. Fünf weitere Verhandlungstage bis zum 15. Dezember sind bislang vorgesehen.

© dpa-infocom, dpa:211102-99-837360/4

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