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Prozesse - Augsburg:Versuchter Totschlag: Mutter von ausgesetztem Baby angeklagt

Augsburg
Das Strafjustizzentrum Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Augsburg (dpa/lby) - Eine 31 Jahre alte Frau muss sich wegen versuchten Totschlags an einem neugeborenen Baby vor Gericht verantworten. Die Frau soll im Juli 2019 auf einer Wiese bei Blindheim (Landkreis Dillingen) einen Buben zur Welt gebracht und ihr Kind dann dort zurückgelassen haben. Der Säugling wurde nach mehr als 24 Stunden von einem Mann zufällig entdeckt. Das Kind wurde in lebensbedrohlichem Zustand ins Universitätsklinikum Augsburg geflogen. Die Ärzte dort konnten das Baby retten.

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag berichtete, hat das Landgericht in Augsburg die Anklage gegen die Frau wegen versuchten Totschlags, schwerer und gefährlicher Körperverletzung sowie Aussetzung zugelassen. Der Prozess wird am 19. März beginnen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter den Säugling unversorgt zurückgelassen hat, um ihn sterben zu lassen. Die Mediziner mussten dem Baby unter anderem drei Zehen amputieren, um den kleinen Buben zu retten. Inzwischen ist das Kind bei einer Pflegefamilie. Die 31-Jährige war wenige Stunden nach der Entdeckung des Säuglings in ihrer Wohnung in Dillingen festgenommen worden. Einen Tag später wurde gegen sie Haftbefehl erlassen.

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