ÖsterreichGefangen in einer Spirale der Gewalt

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Justizbeamte führen einen der jugendlichen Angeklagten in den Gerichtssaal.
Justizbeamte führen einen der jugendlichen Angeklagten in den Gerichtssaal. (Foto: Georg Hochmuth/Georg Hochmuth/APA/dpa)

Über Monate terrorisieren Jugendliche eine Lehrerin, bestehlen und vergewaltigen sie. Erst als ihre Wohnung brennt, wendet sich die Frau an die Polizei. Wie konnte die Lehrerin nur in das Martyrium geraten?

Von Verena Mayer, Wien

Sie sind 14, 15 oder 16 Jahre alt, sie haben die Schule geschmissen oder sind gerade kurz davor, es zu tun. Sie machen keine Ausbildung, gehen keiner Beschäftigung nach, aber sie haben Zeit, sehr viel Zeit. In der hängen sie zusammen ab, sieben Jungs, manchmal sind sie mehr, manchmal weniger. „Draußen“ sind sie dann, so nennen sie es, auf den Straßen von Liesing, einem Außenbezirk von Wien. Manchmal wissen sie nicht, wo sie hinsollen, und dann gehen sie zu dieser Lehrerin, mit denen einer von ihnen befreundet ist. Dort dürfen sie kiffen, Alkohol trinken und laut Musik hören, bis vier Uhr morgens. Und irgendwann denken sie, dass sie diese Lehrerin in der Hand haben. Drei von ihnen nötigen sie sexuell, stehlen ihre Sachen, benutzen ihre Geldkarte. Die anderen machen mit oder gucken weg, am Ende steht die Wohnung der Lehrerin in Brand.

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