Prozess um Maria H. Mutter sagt aus 

Ihre Tochter, die fünf Jahre lang mit einem älteren Mann verschwunden war, müsse das Geschehen erst verarbeiten.

Im Prozess um die jahrelang verschwundene Maria H. hat die Mutter der heute 19-Jährigen als Zeugin ausgesagt. Ihre Tochter leide bis heute und müsse das Geschehene noch aufarbeiten, sagte die 55-Jährige am Freitag vor dem Landgericht Freiburg. Angeklagt ist ein 58 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen. Ihm werden Kindesentführung und sexueller Missbrauch zur Last gelegt. Der Mann war 2013 mit der damals 13-Jährigen ins Ausland geflüchtet, ohne dass deren Eltern von dem Plan wussten. Er soll das Mädchen in mehr als 100 Fällen sexuell missbraucht haben. Nach der Rückkehr Marias im vergangenen August wurde der Mann in Italien festgenommen. Das Urteil gegen ihn soll Ende Juni gefällt werden.