ProzessbeginnEin Buch, extra gefälscht für eine Intrige?

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Matthias Graw, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der LMU München, und das gefälschte Buch.
Matthias Graw, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der LMU München, und das gefälschte Buch.
Collage: SZ, Fotos: CEWE Fotoschau, imago

Ein Münchner Professor wird beschuldigt, seine Doktorarbeit plagiiert zu haben, doch dann stellt sich heraus, dass das Buch, aus dem er angeblich abgeschrieben hat, eine Fälschung ist. Jetzt beschäftigt sich ein Gericht mit dem Wissenschaftskrimi.

Von Hanno Charisius

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Im Frühsommer 2022 war Matthias Graw in Norwegen unterwegs, als er eine Mail aus dem Sekretariat des Instituts für Rechtsmedizin in München bekam, dessen Vorstand er ist. Fernab von seinem Institut und all seinen Unterlagen sah er sich mit dem Vorwurf konfrontiert, seine Doktorarbeit im Jahr 1987 weitgehend abgeschrieben zu haben. Die folgenden Wochen beschreibt Graw heute als „sehr schwierige Zeit“ und „sehr belastend“. Was man angesichts der Schwere der Vorwürfe und seiner Rolle als rechtsmedizinischer Gutachter in zahlreichen Prozessen wohl als sehr nüchterne Beschreibung des Versuchs lesen muss, ihn zu vernichten.

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SZ PlusVon Hanno Charisius

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