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Prozess:Frau mit Machete misshandelt und angezündet - fast 15 Jahre Haft

Die Tat hat die Frau nur knapp überlebt. Jetzt hat ein Gericht in Darmstadt ihren Ehemann verurteilt.

Er hat seine Ehefrau brutal mit einer Machete verprügelt, anschließend gewürgt, mit Benzin übergossen und angezündet. Dafür muss der 41 Jahre alte Mann nun 14 Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Darmstadt verurteilte ihn wegen schwerer Körperverletzung und besonders schwerer Brandstiftung. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer die Höchststrafe von 15 Jahren gefordert.

"Die Folgen Ihrer Tat sind fürchterlich. Sie haben ihre Frau so zugerichtet, weil sie es nicht haben konnten, dass sich Ihre Frau von Ihnen trennt", sagte der Vorsitzende Richter Volker Wagner dem Darmstädter Echo zufolge in seiner Urteilsnbegründung.

Der Verteidiger des 41-Jährigen hatte auf Freispruch plädiert. Im Prozess hatte der Angeklagte die Vorwürfe abgestritten. Demnach habe seine Frau im vergangenen September in ihrer Wohnung in Rüsselsheim den Brand selbst verursacht. Sie sei drogenabhängig gewesen und habe ihn unter Druck setzen wollen, ließ er über seinen Anwalt mitteilen.

Die Frau schüttelte bei dieser Darstellung den Kopf und weinte. Sie habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Mit einer solchen Tat habe die 39-Jährige nie gerechnet, sagte sie aus. Er habe sie mit Bezin übergossen und zunächst von ihr verlang, sich selbst in Brand zu setzen. "Er war eiskalt."

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Die Frau überlebte die Tat nur knapp. Sie ist noch immer von schwersten Verbrennungen an Kopf, im Gesicht und den Armen gezeichnet. Sie wird "körperlich nie wieder ein schmerzfreies Leben führen können", heißt es in der Anklageschrift. Sie war als Nebenklägerin in dem Prozess aufgetreten.