Proteste beim Weltjugendtag in Madrid"Keine Steuergelder für den Papst"

Explosive Mischung: Die spanische Wirtschaft liegt am Boden, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie in kaum einem anderen Land. Doch der Besuch Benedikts beim Weltjugendtag soll angeblich aus der Staatskasse mitfinanziert werden - das erzürnt viele Spanier. In Madrid machten Tausende ihrem Unmut Luft.

Explosive Mischung: Die spanische Wirtschaft liegt am Boden, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie in kaum einem anderen Land. Doch der Besuch des Pontifex beim Weltjugendtag wird aus der Staatskasse bezahlt - das erzürnt viele Spanier. In Madrid machten Tausende ihrem Unmut Luft.

Auf dem Platz "Puerta del Sol" im Zentrum der spanischen Haupstadt treffen die Extreme aufeinander: Auf der einen Seite junge Katholiken, die aus dem ganzen Land und von überall aus der Welt nach Spanien gepilgert sind, um beim Weltjugendtag ihren Glauben - und den Papst - zu feiern. Auf der anderen Seite Menschen wie dieser Spanier, der vor lauter Wut von Polizisten zurückgehalten werden muss: Denn die Kosten des viertägigen Besuchs des geistlichen Oberhaupts der katholischen Kirche müsse der spanische Steuerzahler mittragen, so der Vorwurf.

Bild: Getty Images 18. August 2011, 08:552011-08-18 08:55:24 © sueddeutsche.de/Reuters/dpa/dapd/jobr/gba