Leute:"Boris hat keine verarmten Omas abgezockt"

Lesezeit: 2 min

Leute: Moderator Thomas Gottschalk zeigt Milde für das Verhalten von Boris Becker.

Moderator Thomas Gottschalk zeigt Milde für das Verhalten von Boris Becker.

(Foto: Caroline Seidel-Dißmannel/dpa)

Thomas Gottschalk nimmt Boris Becker in Schutz. Carolin Kebekus ist dankbar dafür, dass sie über Putin lachen kann. Und die Queen spricht über ihre Corona-Infektion.

Thomas Gottschalk, 71, Moderator, sieht in Boris Becker keinen Schwerverbrecher. "Boris hat keine verarmten Omas abgezockt", sagte er zu Bild. "Sondern im schlimmsten Falle sind ein paar reiche Geldgeber etwas ärmer geworden, die sich mit dem Ruhm des Tennisidols schmücken wollten, und das war offensichtlich eine Fehlinvestition. Mein Mitleid mit denen hält sich in Grenzen." Der ehemalige Tennisstar wurde am Freitag in einem Strafprozess in London in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden. Er habe seinem Insolvenzverwalter Teile seines Vermögens vorenthalten, entschied die Jury am Freitag. Becker könnte damit theoretisch eine Haftstrafe drohen. Einen Grund für Beckers Verhalten sieht Gottschalk auch in dessen frühem Erfolg: "Während wir in der Schule gelernt haben, dass man nichts ausgeben kann, was man nicht besitzt, hat Klein-Boris Tennisbälle übers Netz gedroschen. In Bezug auf Kohle und Frauen hat er mehr Fehler gemacht als auf dem Tennisplatz."

Leute: undefined
(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Carolin Kebekus, 41, Komikerin, hat Mitleid mit Putins Schönheitschirurgen. "Er hat ja auch Filler und Botox und hat sich, glaube ich, die Oberlider straffen lassen. Wie schlimm ist das, wenn du derjenige bist, der ihm die Filler reindrückt? Einmal verspritzt und dann kommst du ins Straflager", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Ich stell mir auch vor, wie er da sitzt und sich überlegt: ,Was will ich denn jetzt eigentlich? Ich möcht' gern 'n bisschen mehr Glow.'" Für sie sei es ermutigend und befreiend, sich klarzumachen, dass man in einem freien Land lebe, in dem solche Witze möglich seien.

Leute: undefined
(Foto: Ben Stansall/dpa)

Elizabeth II., 95, Königin, erzählt von ihrer überstandenen Corona-Infektion. "Es macht einen sehr müde und erschöpft, nicht wahr?", sagte sie in einem Videotelefonat mit einem ehemaligen Covid-Patienten. Die Queen war im Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Palastes spürte sie "milde, erkältungsähnliche Symptome", führte aber trotzdem weiterhin leichte Aufgaben aus. In dem Videogespräch unterhielt sich die Queen auch mit medizinischem Personal der neuen "Queen Elizabeth Unit" im Royal London Hospital, einer Station, die in nur fünf Wochen für Covid-Patienten ausgebaut wurde. "Es ist sehr interessant, nicht wahr - wenn es um etwas sehr Wichtiges geht, wie alle zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen - wunderbar, nicht wahr?", sagte sie.

Leute: undefined
(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Gizem Emre, 26, Barista und Schauspielerin, fühlt sich wohl zwischen Kaffee und Kamera. "Ich liebe den Spagat zwischen meinen Jobs", sagt sie der Glamour. "Beim Schauspielen kann ich andere Identitäten annehmen, als Testimonial kann ich mehr von meiner persönlichen Seite zeigen und mich für Themen stark machen, die mir wichtig sind. Dann gibt es Tage, an denen ich in meinem Café in Berlin hinter der Kaffeemaschine stehe und mich mit Gästen aus ganz unterschiedlichen Welten unterhalte."

Zur SZ-Startseite

SZ PlusItalienischer Kultfilm
:"Seit ich nicht mehr sehen kann, sehe ich alles viel klarer"

Vor 34 Jahren war Salvatore Cascio der kleine Totò in "Cinema Paradiso". Dann erblindete er und tauchte jahrzehntelang ab. Ein Gespräch über Scham und seinen Weg zurück in die Öffentlichkeit.

Lesen Sie mehr zum Thema