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Promis der Woche:Von Abschieden und Neuanfängen

Ben Affleck prägt eine neue Trennungsmethode, Jessica Biel und Justin Timberlake bekommen Nachwuchs und Tiffany Trump will heiraten.

Ausgemistet

Ben Affleck bei der Premiere des Kinofilms The Way Back / Out of Play: Der Weg zur¸ck im Regal LA Live. Los Angeles, 02

Wohnt (allein): Ben Affleck.

(Foto: Dave Bedrosian/imago images)

Man kann Abschiede ganz unterschiedlich begehen. Prominente Paare erzählen gerne, wie eng sie befreundet bleiben. Stritten sich Liz Taylor und Richard Burton noch öffentlichkeitswirksam, ist spätestens seit Gwyneth Paltrows Scheidung von Chris Martin (Stichwort: Conscious Uncoupling) die Harmonie-Trennung im Trend. Eine ganz neue - und ziemlich radikale - Form des Abschiednehmens hat nun Schauspieler und Regisseur Ben Affleck, 48, geprägt. Ein Schnappschuss zeigt zumindest, wie eine Putzkolonne eine lebensgroße Pappfigur mit langen dunklen Haaren vor Afflecks Villa im Müll entsorgt. Es soll sich dabei um Ana de Armas handeln.

Soll wohl heißen: Das Bond-Girl ist ausgezogen und Affleck hat sein Anwesen in Los Angeles wieder ganz für sich. Ende 2020 hatte sie noch ihr Haus in Venice zum Verkauf angeboten, um mit ihm zusammenzuziehen. Ob sie sich über die Einrichtung zerstritten haben? Pappfiguren sind nun mal nicht jedermanns Sache. Glaubt man der Boulevardpresse, ging es aber eher um den Ort, an dem der Aufsteller künftig steht. Die gebürtige Kubanerin soll mit dem Gedanken gespielt haben, Los Angeles zu verlassen. Da Afflecks Kinder aus der Ehe mit Jennifer Garner aber dort leben, soll er einen Umzug abgelehnt haben. Familie schlägt neue Liebe schlägt Pappe. Oder so.

Schlafen oder nicht schlafen

Schauspieler Russell Crowe

Murrt: Russell Crowe.

(Foto: Julien Warnand/dpa)

Getrennt hat sich auch Russell Crowe - zumindest von der Vorstellung, mit seinen Filmen alle Menschen gleichermaßen erreichen zu können. "Das ist das Problem mit den Kindern heute. Sie haben keine Konzentration", schrieb der Oscar-Preisträger auf Twitter, nachdem ein User "Master & Commander - Bis ans Ende der Welt" kritisiert hatte. Der Nutzer hatte den Film, in dem Crowe einen Kapitän spielt, als Einschlafhilfe empfohlen - und den Schauspieler in dem Post markiert. "Ich habe es nie jenseits der 10-Minuten-Marke geschafft", hieß es in dem Tweet. Eine Woche später reagierte Crowe: In dem Film werde eine "epische Geschichte" erzählt. "Definitiv ein Erwachsenenfilm."

Vielleicht hätte Crowe die Kritik einfach positiv sehen sollen? Schließlich schafft es nicht jeder, einen in den Schlaf zu bringen. Eine ganze Industrie gibt es inzwischen, die von Hanföl bis zur Hightechmatratze im Wert eines Kleinwagens alles parat hält, was den Schlaf fördert. Die Betreiber einer britischen Schlafwebsite haben zudem Nutzer befragt, bei welcher Prominentenstimme sie am ehesten wegdämmern. Am meisten beruhigend klingt demnach das Märchenonkel-Timbre des Naturfilmers Sir David Attenborough, gefolgt vom rhythmischen Chiller-Sound des Rappers Snoop Dogg. Crowe ist bislang nicht in den Top Ten.

Schlafen oder nicht schlafen II

Jessica Biel und Justin Timberlake bei der Ankunft zur Verleihung der Primetime Emmy Awards 17 09 20

Wachen: Jessica Biel und Justin Timberlake.

(Foto: imago/)

Schlafprobleme haben derzeit auch Schauspielerin Jessica Biel und Sänger/Schauspieler Justin Timberlake. Der Grund ist ein anderer: Kinder. Dieses Wunderwerk der Natur, Quelle der Freude und des Glücks, der größte Stolz ihrer Eltern - also grundsätzlich. Denn dass Elternschaft noch ein paar andere und etwas weniger erfüllende Dimensionen hat, dürfen Biel und Timberlake gerade zum zweiten Mal erfahren. Ihr 2015 geborener Sohn Silas Randall hat kürzlich ein kleines Brüderchen bekommen, und das raubt den Eltern den Schlaf.

"Sein Name ist Phineas. Und er ist fantastisch. Und er ist so süß. Und niemand schläft mehr", sagte Timberlake in einem Videoausschnitt der Talkshow von US-Komikerin Ellen DeGeneres. Sie seien aber trotz Schlafmangels außer sich vor Freude und könnten nicht glücklicher sein. Vielleicht sollten sie dem Jungen zum Einschlafen mal Snoop Dogg vorspielen? Oder gleich "Master & Commander - Bis ans Ende der Welt" zeigen?

Liebe und Politik

Liebt: Tiffany Trump.

(Foto: OLIVIER DOULIERY/AFP)

Nachdem sich der Papa am Mittwoch von seinem Job verabschiedet hat, startet auch die Tochter in eine neue Lebensphase: Donald Trumps jüngste Tochter Tiffany (aus dessen Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples, von der er 1999 geschieden wurde) hat sich mit ihrem Freund Michael Boulos, 23, verlobt. Die Neuigkeit teilte sie auf Instagram mit, zusammen mit einem Foto, auf dem das Paar in einem Säulengang des Weißen Hauses zu sehen ist. Mit dem Post nahm die 27-Jährige zugleich Abschied. "Es war eine Ehre, mit meiner Familie hier im Weißen Haus viele Meilensteine und historische Anlässe zu feiern und Erinnerungen zu erschaffen."

Viele Menschen dürften die Amtszeit ihres Vaters ein wenig anders beurteilen, aber hier geht es schließlich zur Abwechslung mal um die Liebe. Entsprechend teilte auch der künftige Bräutigam Boulos das Verlobungsfoto auf seinem Instagram-Account. "Ich habe mich mit der Liebe meines Lebens verlobt! Freue mich auf unser nächstes gemeinsames Kapitel." Der Geschäftsmann und Trump sind seit zwei Jahren ein Paar. Immerhin: Politische Ambitionen zeigt die Trump-Tochter bislang anders als ihre Geschwister nicht.

Neuanfang mit sich selbst

Abschied von den Trumps nahm man auch in Deutschland - allerdings mit etwas anderen Gefühlen. Veronica Ferres, 55, Schauspielerin, etwa feierte diesen und die Inauguration von Joe Biden mit sich selbst. "Endlich ist der Trump-Albtraum vorbei! Glückwunsch zu diesem diversen Kabinett, Mister President. Und Cheers, Madam Vice President", kommentierte sie auf Twitter.

Dazu stellte Ferres ein zusammenmontiertes Foto, auf dem sie gleich zweimal in weißem Hosenanzug auf einem weißen Sofa zu sehen ist und sich - ganz coronakonform - selbst zuprostet. Ob sie die zahlreichen auf dem Couchtisch drapierten Bücher gelesen hat, blieb ihr Geheimnis. Genug Lektüre für einen gelungenen Neuanfang scheint sie in jedem Fall zu haben. Na dann Prost!

© SZ/mkoh/afis
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