Süddeutsche Zeitung

Leute:Zeit für ein Zeichen

Serge Gnabry malt sich die Fingernägel an, Birgit Minichmayr beichtet ihre Beichte, und Joe Laschet macht seinen Vater legerer.

Serge Gnabry, 26, Fußballer, hat ein Faible für versteckte Botschaften. Bei einigen der letzten Bayern-Spiele trug der Flügelstürmer jeweils einen schwarz lackierten Fingernagel, wie die Bild berichtet. Gnabry solidarisiere sich damit mit der Kampagne "Polished Man" von der Organisation YGAP, mit der viele prominente Männer auf Missbrauch von Kindern aufmerksam machen wollen. Der lackierte Fingernagel stehe YGAP zufolge für die Tatsache, dass weltweit im Durchschnitt eines von fünf Kindern vor seinem 18. Lebensjahr Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt werde.

Birgit Minichmayr, 44, österreichische Schauspielerin, hat in der Nonnenschule das Lügen perfektioniert. Als Kind sei sie in einer Nonnenschule gewesen, sagte sie dem Magazin Chrismon, dort habe sie zwar eine "unglaublich gute Schulausbildung" bekommen, es sei dort aber auch sehr streng zugegangen. Dauernd habe sie zur Beichte gehen müssen. "Das engt sehr ein, wenn man wie ich anfällig ist für Schuld und schlechtes Gewissen. Als mir nichts mehr einfiel, was ich beichten konnte, habe ich irgendwas erfunden - und dann gesagt, dass ich gelogen habe." Minichmayr ist mittlerweile aus der Kirche ausgetreten - sie habe deren Umgang mit den Missbrauchsfällen nicht mehr ertragen können.

Aziz Ansari, 38, US-Schauspieler, hat dem Internet abgeschworen. "Vor einiger Zeit habe ich quasi begonnen, das Internet auszuschalten, und ich habe alle sozialen Medien gelöscht und all diese Dinge. Langsam bin ich weiter und weiter gegangen", sagte der 38-Jährige im Gespräch mit dem Comedian Kevin Hart. "Vor vielleicht etwa vier Jahren habe ich aufgehört, E-Mails zu verwenden." All das habe er für seine psychische Gesundheit getan, erklärte der Golden-Globe-Gewinner. Der Verzicht auf E-Mails sei ihm dank eines Assistenten möglich. Ihm sei bewusst, dass das ein Privileg sei, sagte Ansari.

Johannes "Joe" Laschet, 32, Sohn des früheren NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU), sieht die verlorene Kanzlerkandidatur seines Vaters als Befreiung. "Das Ergebnis war auch ein Stück weit Erleichterung", sagte der Mode-Influencer der Bild-Zeitung. Zu Weihnachten habe er seinem Vater einen schwarzen Gürtel und weiße Sneaker geschenkt: "Weil er jetzt mehr Zeit für legere Outfits hat." Er selbst habe von seinem Vater eine Bohrmaschine bekommen.

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