Leute:Ich bin ein Star - holt mich hier rein!

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Harry Styles hat in der Wohnung von vier Fans ein Musikvideo gedreht. (Foto: Charles Sykes/AP)

Harry Styles klingelt an Fan-Türen, Steffi Graf freut sich über ihre Privatsphäre, und Gerhard Schröder ist Opfer von Kunstdieben geworden.

Harry Styles, 28, britischer Sänger, hat zusammen mit dem Moderator James Corden Klinken geputzt. Für eine Folge von Cordens "Late Late Show", die am Donnerstag ausgestrahlt wurde, klingelten Corden und Styles gemeinsam an New Yorker Haustüren, um einen Drehort für das Musikvideo zu Styles' Single "Daylight" zu finden. Nach mehreren Versuchen landeten sie dabei in der Wohngemeinschaft von vier jungen Frauen, wie in der Folge zu sehen war. Diese konnten offensichtlich kaum fassen, wer vor ihrer Tür stand, und hielten sich erst einmal sprachlos die Hände vor den Mund. Vor dem Dreh erhielten der Moderator und der Sänger eine Tour durch die Wohnung. In einem Schlafzimmer fanden sich dabei diverse Zeichnungen und Fanartikel von Styles' ehemaliger Band One Direction. "Oh mein Gott. Harry, du musst bitte draußen bleiben", sagte Corden. "Wir müssen das alles verstecken." Auch ein Foto von Cordens Talk-Kollegen Jimmy Fallon entdeckte das Dreh-Team. "Ich versuche, das nicht persönlich zu nehmen", sagte der Moderator.

(Foto: Frank Molter/dpa)

Steffi Graf, 52, ehemaliger Tennisprofi, ist froh, dass sie nicht mehr im Rampenlicht steht. "Ich habe grundsätzlich wenig Bedürfnis nach Öffentlichkeit", sagte sie dem Magazin Vogue Germany, auf dessen Cover sie zu sehen ist. "Auch während meiner Karriere war mir meine Privatsphäre sehr wichtig, was damit zu tun haben könnte, dass ich bereits in einem so jungen Alter im Rampenlicht stand." In Zeiten von Social Media wüchsen viele Menschen mit einer neuen Form von Öffentlichkeit auf. Zwar könnten junge Menschen auch Selbstvertrauen daraus ziehen. "Aber das ständige Mitteilen-Wollen, dieses Öffentlichkeitsbewusstsein und der Umgang damit sind fast ein Muss geworden. Es ist auf jeden Fall schwerer geworden, die Konzentration auf das Wesentliche zu behalten." Steffi Graf ist siebenmalige Wimbledonsiegerin und war 377 Wochen die Nummer eins der Welt. Interviews gibt sie nur selten, öffentliche Auftritte sind rar. Mit ihrem Mann, Andre Agassi, 52, und den zwei gemeinsamen Kindern lebt sie in den USA.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Gerhard Schröder, 78, Altkanzler, ist Opfer von Kunstdieben geworden. Wie der Bundestag einen Bericht des Stern bestätigte, hat der SPD-Politiker bereits am vergangenen Montag Strafanzeige erstattet, weil aus dem Flur vor seinem Büro drei Gemälde verschwunden sind. Demnach handelt es sich um zwei Holzdrucke des Malers und Grafikers Uwe Bremer sowie eine Grafik von einem namentlich nicht genannten chinesischen Künstler. Schröders Büroräume befinden sich im Otto-Wels-Haus, das einige hundert Meter vom Reichstagsgebäude entfernt liegt. Die Kunstwerke hingen 16 Jahre lang im öffentlich zugänglichen Bereich des Gebäudes. Über ihren Wert wurden keine Angaben gemacht.

(Foto: Thomas Lohnes/Getty Images)

Malu Dreyer, 61, rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, findet Wolfgang Thierse protestantisch. "Wenn ich dich so angucke, denke ich immer wieder: Du bist ein evangelischer Pfarrer", sagte sie Donnerstagabend am Rande des Katholikentags in Stuttgart über den Katholiken Wolfgang Thierse. "Ich hoffe, das ist nicht rufschädigend für das Amt des Pastors", konterte wenig später der ehemalige Bundestagspräsident Thierse. Malu Dreyer (SPD), engagiert sich laut eigenem Bekunden gern für die Kirche - trotz gewisser innerer Konflikte: "Es ist gar nicht so leicht, als Feministin in der katholischen Kirche unterwegs zu sein."

Rosemary Penwarden, 63, neuseeländische Tüftlerin, hat aus Trotz ein 29 Jahre altes Autowrack in ein solarbetriebenes Elektrofahrzeug umgebaut. Seit drei Jahren fährt sie damit auf den Straßen der Südinsel umher. Das Projekt kostete sie und einen Freund mehr als acht Monate Arbeit. "Man muss schon ein bisschen sauer sein", sagte sie dem Guardian. "Ich möchte den Ölkonzernen für die Motivation danken." Penwarden kaufte 1993 eine Autokarosserie von einem Schrotthändler und nahm den Verbrennungsmotor selbst heraus. Sie ersetzte ihn durch ein neues Getriebe und einen neuen Elektromotor und baute dann in die Vorder- und Rückseite des Autos Batterien ein - 24 unter der Motorhaube und 56 im Kofferraum. Insgesamt kostete das Projekt einschließlich ihrer Arbeitskraft umgerechnet etwa 14 000 Euro. Penwarden glaubt, dass sich das Auto auszahlen wird. Sie habe einmal bis zu 100 Dollar pro Woche für Benzin zum Pendeln ausgegeben. "Aber nur zeigen zu können, dass es geht, ist schon unbezahlbar", sagt sie.

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