Leute:„Ich habe das ganze Ding zerstört“

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Nicole Kidman und die geschlossene Tür: Sie sei halt "etwas sauer" gewesen. (Foto: dpa)

Nicole Kidman spricht über einen kostspieligen Ausraster am Filmset. Johann Lafer offenbart den Priester in sich. Und Jeremy Renner betrachtet einen schweren Unfall heute als wunderbares Geschenk.

Nicole Kidman, 56, Schauspielerin, geht durch verschlossene Türen. Wie sie dem Magazin The Hollywood Reporter erzählte, habe sie beim Dreh für die Serie „Big Little Lies“ zu viele aufgestaute Emotionen gehabt. Einmal habe sie einen Stein durch eine Tür, durch die sie gehen wollte und die verschlossen war, geworfen. „Ich habe das ganze Ding zerstört. Es hat ein Vermögen gekostet“, sagte Kidman. „Das hatte ich noch nie in meinem Leben getan.“ Am „Big Little Lies“-Set habe sie danach erklärt, „etwas sauer“ gewesen zu sein. Dennoch habe „die Show weitergehen“ müssen, weshalb sie sich keine Auszeit genommen habe. „Und oft sind es sechs Monate mit Zwölf-, 14-Stunden-Tagen, und man hat wirklich keine Zeit, um zu sagen: ,Ich muss mich um mich selbst kümmern.’“

(Foto: dpa)

Camila Cabello, 27, Sängerin, ist nicht mehr süchtig nach Liebe. Wie sie dem US-Magazin Billboard sagte, könne sie Ablehnung heute besser akzeptieren als früher. „Wenn man so jung ist, will man nur Akzeptanz und Liebe, und man kann nicht verstehen, wenn man nicht gemocht wird“, sagte Cabello, die vor zwölf Jahren als Teil der damaligen Girlgroup „Fifth Harmony“ bekannt wurde. Sie habe negative Reaktionen der Menschen damals persönlich genommen und das Gefühl gehabt, „etwas falsch zu machen“, sagte sie. „Wenn man älter wird, merkt man, dass die Reaktionen der Leute nichts mit einem selbst zu tun haben, und man muss es nicht mehr so persönlich nehmen und sich davon beeinflussen lassen“, sagte Cabello. „Ich bin heute viel mehr im Frieden damit.“

(Foto: dpa)

Johann Lafer, 66, Fernsehkoch, hätte die Küche fast gegen die Kanzel getauscht. „Ich habe in der katholischen Kirche die Liebe gefunden, die ich zu Hause nicht hatte“, sagte er dem Radiosender RBB 88.8. „Diese dort erfahrene Fürsorge hat mich sehr berührt, und dafür bin ich noch jeden Tag dankbar.“ Aus seinem Berufswunsch, Priester zu werden, wurde aber aus wirtschaftlichen Gründen zu Hause nichts. In seinem Elternhaus habe Lafer zunächst wenig positive Emotionen erfahren. „Irgendwann hat mein Vater mal was von mir im Fernsehen gesehen und angefangen zu weinen“, sagte Lafer. „Erst da hat er verstanden und anerkannt, was ich überhaupt mache. Das hat mich zutiefst berührt. Daran sieht man, dass eben das ehrliche, herzliche Loben gefehlt hat.“

(Foto: Chris Pizzello/Invision/AP)

Jeremy Renner, 53, Schauspieler, betrachtet einen schweren Unfall als persönliches Geschenk. Am Neujahrstag 2023 wurde er in seinem Wohnort Washoe County im US-Bundesstaat Nevada von einem Schneepflug überrollt und dabei lebensgefährlich verletzt. „Ich war sehr schwach auf den Beinen, das ist richtig“, sagte er Bild über seine Genesung. „Es gab etliche Höhen und Tiefen, und das hatte ich auch erwartet.“ Über die Schlussfolgerung, die er daraus zieht, sagte er: „Ich hatte eigentlich geglaubt, dass ich vor meinem Umfall schon stark war. Aber man weiß das nie, bevor man nicht an seine Grenzen gebracht wird. Ich glaube, ich habe diesen gewaltigen Test bestanden. Ich betrachte diese Erfahrung als wunderbares Geschenk.“

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