Ungern fliegen

Elternsein bedeutet - mal mehr, mal weniger -, Angst um die Kinder zu haben. Geht es ihnen gut, sind sie dort, wo sie behauptet haben hinzugehen, und wann kommen sie endlich nach Hause? Fragen über Fragen und Sorgen über Sorgen, die auch vor einem Topmodel nicht haltmachen.
Claudia Schiffer hat in den vergangenen Jahren eine Art Flugangst entwickelt - der Kinder wegen. "Ich hatte nie Angst davor, auch nicht nach vielen kleinen Zwischenfällen wie zum Beispiel, als der Motor des Revlon-Flugzeugs in Flammen aufging oder sich die Tür eines kleinen Inselhüpfers, in dem ich mich befand, mitten in der Luft öffnete", sagte Schiffer im Interview der Vogue. "Erst als ich Kinder bekommen hatte, wurde ich zu einer sehr nervösen Fliegerin." Hoffentlich können sich Caspar, Clementine und Cosima noch lang an ihrer im Flugzeug leicht gestressten Mama erfreuen. Wenn es nach selbiger geht, ist sie jedenfalls noch eine Weile da, wie sie vor wenigen Tagen anlässlich ihres Geburtstages sagte: "Ich habe die ersten 50 Jahre meines Lebens wunderbar verbracht und ich freue mich auf die nächsten 50 Jahre."
Gerne kennenlernen

Eine der größten Herausforderungen des menschlichen Lebens ist vermutlich, den eigenen verflossenen Lieben mit Würde zu begegnen. Ein Beispiel, wie das in Perfektion gelingen kann, liefert Model Miranda Kerr. Deren Ex-Mann Orlando Bloom hat nämlich jüngst ein Kind mit Sängerin Katy Perry bekommen: "Wir schweben mit Liebe und Bewunderung wegen der sicheren und gesunden Ankunft unserer Tochter", werden die beiden in einem Instagram-Post von Unicef zitiert. Das Paar will mit Unicef auf die Herausforderungen von Müttern aufmerksam machen.
Anstatt bitter die Augen von dem Glück ihres Ex abzuwenden, gratulierte das australische Model den beiden herzlich: "💖🙏🏻🌈 Ich freue mich so für euch. Ich kann es nicht erwarten, sie zu treffen 💖🙏🏻🌈", schrieb die 37-Jährige unter den Post. Kerr war mit Bloom drei Jahre verheiratet gewesen, bevor sie sich 2013 scheiden ließen. Und tatsächlich ist ein Treffen sehr wahrscheinlich, schließlich teilen sich Bloom und Kerr noch das Sorgerecht ihres neunjährigen Sohns Flynn Christopher.
Vielleicht ist das Geheimnis von Kerrs Gelassenheit jedoch keine übermenschliche Stärke, sondern schlicht, dass sie selbst wirklich mit der Situation zufrieden ist. Schließlich hat sie seit drei Jahren einen neuen Ehemann, Evan Spiegel, mit dem sie auch bereits zwei Kinder bekommen hat. Mit wie viel Würde Bloom damals auf die Nachwuchs-Nachricht reagiert hat, ist indes nicht bekannt.
Ungern rechnen

Sorgen völlig anderer Art hat Schauspieler Matthias Schweighöfer mit seinem Nachwuchs. Denn auch der 39-Jährige hat in der coronabedingten Homeschooling-Phase der vergangenen Monate der schulischen Bildung seiner Tochter offenbar mehr auf die Sprünge helfen müssen als gewöhnlich. Nur sind Zahlen leider so gar nicht Schweighöfers Sache.
"Ich hasse nach wie vor Mathe! Es tut mir so leid für meine Tochter. Es ist einfach auch doof, als Vater dazustehen, deine Tochter weint, und du kannst ihr nicht helfen", sagte er der Zeitschrift Emotion mit Blick auf den Unterricht zu Hause. Manchmal hätten sie dann "den Hefter einfach in die Ecke geworfen und es am nächsten Tag noch mal neu versucht". Seine Tochter Greta wurde übrigens im Jahr 2009 geboren, die Komplexität ihrer Hausaufgaben sollte also noch halbwegs überschaubar sein.
Ungern trennen

Und damit zu einem anderen klassischen Problem insbesondere berufstätiger Eltern: der Sehnsucht. Die packt auch US- Schauspielerin/-Model Jaime King regelmäßig. Ihr falle es schwer, ihre Kinder allein zu lassen, wenn sie arbeiten gehe, schrieb sie auf Instagram. "Es ist das Schwerste auf der Welt, als berufstätige Mutter Abschied zu nehmen."
Die 41-jährige King hat zwei Söhne, James, 6, und Leo, 5. Sie hatte zunächst als Model Erfolge gefeiert, als Schauspielerin wurde sie mit Filmen wie etwa "Pearl Harbor" und "Sin City" bekannt. Und als Mama teilt sie den Trennungsschmerz zahlloser anderer Mamas.
Gerne lernen

Abschließend noch zu einer jungen Frau, die dem Kindesalter freilich entwachsen ist. Greta Thunberg, 17, schwedische Klimaschutzaktivistin, ist wieder Schülerin. "Mein Jahr ohne Schule ist zu Ende, und es fühlt sich so großartig an, endlich wieder zurück in der Schule zu sein", schrieb sie auf Twitter. Thunberg hatte 2019 die in Schweden neunjährige Grundschule abgeschlossen und war dann ein Jahr lang um die Welt gereist, um für den Klimaschutz zu werben. Nun besucht sie in Stockholm die erste Klasse eines Gymnasiums.
